Lehrer-Schüler
Lehrer-Schüler-Betrieb in der Praxis

Lehrer-Schüler-Betrieb mit dem DSL System

Das DDS-10 System bietet mehrere Möglichkeiten, Lehrer-Schüler-Betrieb durchzuführen. Alle Möglichkeiten haben eine Gemeinsamkeit: Es wird in keinem Sender eine zusätzliche Lehrer-Schüler-Einrichtung benötigt, lediglich ein freier Funktionskanal im Lehrer-Sender. Beide Sender senden gleichzeitig im Betrieb.

Lehrer-Schüler-Betrieb mit einem DDS-10 Empfänger
Voraussetzungen:

  • Lehrer-Sender mit einem freien Funktionskanal, z.B. 3 Stufenschalter auf Kanal 8
  • Im zu steuernden Modell ist der DDS-10 eingebaut.
  • Die Servos müssen sinnrichtig arbeiten mit beiden Sendern
  • PPM-Betrieb beider Sender
  • Gleiche Anzahl abgestrahlter PPM-Kanäle (also PPM 18 = 9 Kanäle usw.

Einstellungen im DDS-10 Empfänger

RX-Receiver Channel
-> Frequenzkanal des Lehrer-Senders

Train 1RX
-> Einstellung für L/S-Betrieb mit einem Empfänger

Div/Trainer TX Channel
-> Frequenzkanal des Schüler-Senders

 

Trainer Enabled by
-> Freier Funktionskanal am Lehrer-Sender, mit dem zwischen Lehrer und Schüler-Sender umgeschaltet wird.

Trainer Channel Select
Steuerfunktionen, die dem Schüler übergeben werden beim Umschalten. Bitte beachten: Der jeweils zur Umschaltung verwendete Funktionskanal (im Beispiel Kanal 8) kann dann nicht als Steuerfunktion programmiert werden.

Sind diese Einstellungen gemacht, kann in unserem Beispiel mit dem 3 Stufenschalter Kanal 8 zwischen Lehrer- und Schülersender umgeschaltet werden, der Schüler kann die Funktionen 1-4 steuern.

In dieser Betriebsart bewegen sich die Servos kaum merklich ruckartig, wenn der Schüler steuert. Kraft und Stellgenauigkeit sind aber genau und groß genug, ein normales Trainermodell sicher zu steuern.

Lehrer-Schüler-Betrieb mit zwei DDS-10 oder 2 x DSL-Empfänger im Modell mit DSL-Verbindung.

Voraussetzungen:

  • Lehrer-Sender mit einem freien Funktionskanal, z.B. 3 Stufenschalter auf Kanal 8
  • Im zu steuernden Modell sind zwei DSL-Empfänger eingebaut, diese sind mit dem DSL-Kabel oder mit dem Irda-Interface miteinander verbunden.
  • Die Servos sind an dem Empfänger angeschlossen, der mit dem Frequenzkanal des Lehrer-Senders arbeitet. Der zweite Empfänger dient nur zum Empfang des Frequenzkanals des Schülersenders.
  • Die Servos müssen sinnrichtig arbeiten mit beiden Sendern
  • PPM-Betrieb beider Sender
  • Gleiche Anzahl abgestrahlter PPM-Kanäle (also PPM 18 = 9 Kanäle usw.

Einstellungen in den beiden DDS-10 Empfängern

Einstellungen im Empfänger mit dem Frequenzkanal des Lehrer-Senders

Trainer
-> L/S-Einstellung für L/S-betrieb mit zwei Empfängern

Trainer Enabled by
-> Freier Funktionskanal am Lehrer-Sender, mit dem zwischen Lehrer und Schüler-Sender umgeschaltet wird.

Trainer Channel Select
Steuerfunktionen, die dem Schüler erlaubt sind zu steuern. Bitte beachten: Der jeweils zur Umschaltung verwendete Funktionskanal (im Beispiel Kanal 8) kann nicht als zu übergebende Steuerfunktion programmiert werden.

Einstellungen im Empfänger mit dem Frequenzkanal des Schüler-Senders
 

RX Receiver Channel
-> Frequenzkanal des Schüler-Senders

Diversity
Grundeinstellung -> Diversity


 

Sind diese Einstellungen gemacht, kann in unserem Beispiel mit dem 3 Stufenschalter Kanal 8 zwischen Lehrer- und Schülersender umgeschaltet werden, der Schüler kann die Funktionen 1-4 steuern.

In dieser Betriebsart bewegen sich die Servos normal, egal welcher Sender steuert.

Tip !
Bei Verwendung des Irda-Interface zur Programmierung muß der Palm zum Test des Lehrer-Schülerbetriebs AUS-geschaltet werden, erst danach (bis zu 4 sec.) findet dann wieder die für den L/S-Betrieb notwendige Kommunikation zwischen den beiden Empfängern statt.

Besonderheit
Werden alle Einstellungen für das Modell im Empfänger programmiert, z.B. Kanalzuordnung, Differenzierung, Mischer usw., dann kann im Lehrer-Sender ein freier Modellspeicher mit einfacher 4-Kanal-Steuerung programmiert werden ohne jegliche Mischer. Der Schüler-Sender benötigt dann ebenso keinerlei Mischer und muß lediglich 4 Steuerkanäle haben, die in der selben Reihenfolge angeordnet sind wie die des Lehrer Senders. Selbst wenn im Modell 6 Servos betrieben werden, solange alle Einstellungen im Modell vorgenommen werden, wird lediglich ein ganz normaler 4 Kanal-Sender zum Betrieb des Modells benötigt. Das dürfte die idealste Lösung für Lehrer-Schüler-Betrieb im Verein sein, die es bisher gibt.

Sicherheitsshinweis:
Bei Lehrer-Schüler-Betrieb mit zwei Sendern, die über die Antenne abstrahlen, darf der Schülersender nie näher am Modell sein als der Lehrer- Sender. So wie im Normalbetrieb auch die Piloten zusammenstehen sollen, damit ein Fremdsender nicht stärker wird als der eigene Sender.

Beim Einstellen der Funktionen des Modells daher immer den Lehrer-Sender mit der längeren Antenne betreiben. Für den Praxisbetrieb  Lehrer-Schüler mit dem DSL System läßt sich diese Vorraussetzung ganz einfach dadurch erfüllen, indem der Schülersender erst dann eingeschaltet wird, wenn das Modell bereits in der Luft ist. Dass der Schüler-Sender vorher auf die Modelleinstellungen überprüft und der Lehrer-Schülerbetrieb “trocken” vorher eingeübt wird, muß hier wohl nicht extra erwähnt werden.

Nach Beendigung des Lehrer-Schüler-Betriebs muß der “Lehrer-Empfänger” wieder auf Grundstellung “Diversity” programmiert werden.

Lehrer-Schüler-Betrieb in der Praxis, ausführliche Beschreibung

Beim Lehrer-Schüler-Betrieb im Verein wird meist mit einem (einfachen) Trainer-Modell geflogen, welches für alle Schüler eingesetzt wird. Mit dem DSL-System ist es nun möglich, dass jeder Schüler ohne große Programmierung oder Vorbereitung mit seinem eigenen Sender dieses Trainer-Modell fliegen kann. Selbst wenn das Modell aufwändige Mischer benötigt ist dies kein Problem, wenn die Mischer im Empfänger programmiert wurden.

Voraussetzung sind zwei Sender mit unterschiedlichen Quarzen zwischen Lehrer und Schüler-Sender. Der Schüler muss nur seinen Sender und seinen Empfängerquarz mitbringen (bei Verwendung von DDS-Synthesizer-Empfänger als 2ter Empfänger kein Empfängerquarz vom Schüler notwendig).

Prinzip
Im Modell fliegen 2xDSL-Empfänger im Diversity-Verbund mit (oder 1 x DDS-10 Empfänger). Beide Versionen können 2 Frequenzen verarbeiten, die vom Lehrer-Sender und die vom Schüler-Sender.

Der 2te Empfänger wird nur benötigt zum Empfang der Frequenz des Schüler-Senders.

Am Empfänger mit der Frequenz des Lehrer-Senders werden die Servos angeschlossen. Das ist der Empfänger mit der die Hauptfrequenz, der Frequenz des Lehrer-Senders.

Die spezifischen Modelleinstellungen werden in diesem Empfänger programmiert per PC oder Palm, genauso wie in diesem Empfänger programmiert wird, welcher Schalter am Lehrer-Sender zwischen den beiden Empfängern (und damit zwischen den beiden Frequenzen bzw. den beiden Sendern) umschaltet. Es kann jeder Kanal-Schalter (oder Schieberegler) des Lehrer-Sender gewählt werden.

Beim DDS-10 im 1-Empfänger-Betrieb wird mit dem Schalter nur zwischen den beiden Frequenzen umgeschaltet.

Programmierung
Im Hauptempfänger wird auch programmiert, welche Funktionen der Schüler beim umschalten übernehmen darf und welche nicht (Funktion Einzelübergabe).

Im Lehrer-Sender wird ein leerer Modellspeicher mit der Standard-Programmierung für das jeweilige Fabrikat verwendet. Es muss ein freier Kanal, am besten mit einem Schalter als Geber, vorhanden sein. Damit wird dann von Lehrer- auf Schülerbetrieb umgeschaltet.

Wird auf Schüler-Sender umgeschaltet, empfängt der zugehörige Empfänger das Steuersignal des Schülersenders und leitet dieses Signal über die DSL-Verbindung zum Hauptempfänger. Im Schülerbetrieb übernimmt dann der Haupt-Empfänger die Steuersignale vom Schüler-Sender. Da dort die Servos angeschlossen und programmiert sind, werden die Servos automatisch richtig angesteuert.

Vorgehensweise
Lehrer-Sender vorbereiten, freien Modellspeicher mit Standard-Programmierung einstellen. Keine Servos umpolen oder mischen.

Beide Empfänger in Modell einbauen, Quarz in Haupt-Empfänger einstecken. Der Empfänger mit dem Frequenzkanal des Lehrer-Senders ist der Haupt-Empfänger.

Servos am Hauptempfänger anstecken, am besten in der Reihenfolge wie vom Senderhersteller vorgegeben.

DSL-Buchse des Hauptempfängers mit dem PC oder Palm verbinden (seriell oder bei Palm auch per Infrarot).

Modellspezifischen Einstellungen (Servo-Reverse, Servowege usw.) im Haupt-Empfänger programmieren.

Gewünschten Lehrer-Schüler-Schalter des Lehrer-Senders im Haupt-Empfänger einstellen.

Einzelübergabe der Steuer-Funktionen, die der Schüler steuern soll, im Haupt-Empfänger einstellen.

Beide Empfänger per DSL-Kabel verbinden

Damit sind alle Einstellungen im Modell beendet.

Jetzt erfolgt wie bei jedem Lehrer-Schüler-Betrieb die Anpassung des Schüler-Senders auf das Modell.

Am Besten ist, der Schüler-Sender wird ebenso mit einem leeren Modellspeicher in Grundeinstellung betrieben. Gleiche Fabrikate der beiden Sender und Grundeinstellungen sind von Vorteil, denn dann muss nichts umprogrammiert werden, die Funktionsreihenfolge und die Servolaufrichtungen stimmen überein (Vorraussetzung; der Hersteller der Sender hat ein durchgängiges System für die Grundstellungen eines leeren Modellspeichers wie bei Futaba oder Graupner). Drossel links oder rechts, Querruder/Höhenruder auf einem Knüppel oder getrennt spielen dann keine Rolle mehr.

In jedem Fall erst mal alles prüfen in jedem Betriebszustand. Dazu Lehrer-Sender und Modell einschalten, die Modellfunktionen auf Richtigkeit prüfen.

Dann Empfänger-Quarz des Schülers in den Schüler-Empfänger einstecken (oder DDS-10 auf dem Frequnezkanal des Schülersenders einstellen).

Schüler-Sender einschalten

Am Lehrer-Sender mit dem Lehrer-Schüler-Schalter umschalten auf Schüler-Betrieb.

Mit dem Schüler-Sender die Richtigkeit der Ruderausschläge prüfen.

 

Betrieb mit Sendern unterschiedlicher Fabrikate

Da alle Hersteller unterschiedliche Reihenfolgen der Steuergeber zum Empfänger ausgeben, ist es mit bisherigen Systemen nicht möglich, diese Grenze zwischen den einzelnen Fabrikaten zu überschreiten.

Mit dem DSL-System ist das möglich, es erfordert im Lehrer-Sender lediglich für jeden Fremdfabrikats-Sender, den ein Schüler verwenden will, einen freien Modellspeicher (also max. 2 Modellspeicher zusätzlich) und die Möglichkeit, die Reihenfolge der Steuergeber zu ändern. Das ist bei allen uns bekannten und in Europa verbreiteten größeren Computer-Sendern möglich.

Es wird alles so angeschlossen wie oben beschrieben, die Servos bleiben am selben Servo-Steck-Platz gesteckt wie für den Lehrer-Sender programmiert.

Der Unterschied besteht nur darin, zunächst mit dem Schüler-Sender dieses Fremdfabrikats die Steuerfunktionen sinnrichtig in den Haupt-Empfänger zu programmieren. Diese Einstellungen werden im PC oder Palm abgespeichert mit einem eindeutigen Namen, z.B. Lehrer-Schüler Futaba usw.

Dann wird im Lehrer-Sender ein anderer, freier Modellspeicher mit Grundeinstellung gewählt und nun das Modell mit dem Lehrer-Sender betrieben.

Beim Ruder-Check werden die Ruderausschläge nicht zu den Knüppeln passen, es schlagen immer andere Ruder aus als die, welche betätigt werden am Knüppel.

Nun muss im Lehrer-Sender die richtige Knüppelreihenfolge eingestellt werden. Ist dies erfolgt, muss im Lehrer-Sender die richtige Laufrichtung eingestellt werden, danach der richtige Servoweg.

Ist alles sinnrichtig eingestellt, werden diese Einstellung im Modellspeicher im Sender mit einem eindeutigen Namen abgespeichert.

Dies kann mit den 3 Hauptfabrikaten Futaba, Graupner und MPX vorbereitet werden, dann ist im späteren Betrieb 99% der Arbeit erledigt.

Kommt im späteren Praxis-Betrieb ein Flugschüler mit einem anderen Fabrikat als der Lehrer-Schüler-Sender, wird nur das spezifische Programm vom PC oder Palm in den Hauptempfänger eingespeichert, dann der dazu notwendige Modellspeicher im Sender gewählt, das ist alles.

So können selbst Sender mit abweichenden Neutralpunkten (MPX) und anderen Funktionsreihenfolgen im Lehrer-Schüler-Betrieb verwendet werden.

Empfehlung
Werden zwei einfache DSL-Empfänger zum Lehrer-Schüler-Betrieb benutzt, sollte als Schüler-Empfänger ein FM-Empfänger (DSL-6) eingesetzt werden. Es ist normalerweise so, dass der Schüler immer einen Normal-Quarz hat, keinen Doppelsuper-Quarz (bei Verwendung von einem oder 2DDS-10 Synthesizer-Empfängern für Lehrer-Schülerbetrieb ist das ohne Belang).

Tip !
Bei Verwendung des Irda-Interface zur Programmierung muss der Palm zum Test des Lehrer-Schülerbetriebs AUS-geschaltet werden, erst danach (bis zu 4 sec.) findet dann wieder die für den L/S-Betrieb notwendige Kommunikation zwischen den beiden Empfängern statt.

Sicherheitshinweis:
Bei Lehrer-Schüler-Betrieb mit zwei Sendern, die über die Antenne abstrahlen, darf der Schülersender nie näher am Modell sein als der Lehrer- Sender. So wie im Normalbetrieb auch die Piloten zusammenstehen sollen, damit ein Fremdsender nicht stärker wird als der eigene Sender.

Beim Einstellen der Funktionen des Modells daher immer den Lehrer-Sender mit der längeren Antenne betreiben. Für den Praxis-Lehrer-Schüler-Betrieb mit dem DSL System lässt sich diese Vorraussetzung ganz einfach dadurch erfüllen, indem der Schülersender z.B. erst dann eingeschaltet wird, wenn das Modell bereits in der Luft ist. Dass der Schüler-Sender vorher auf die Modelleinstellungen überprüft und der Lehrer-Schülerbetrieb “trocken” vorher eingeübt wird, muss hier wohl nicht extra erwähnt werden.

Nach Beendigung des Lehrer-Schüler-Betriebs muß der “Lehrer-Empfänger” wieder auf Grundstellung “Diversity” programmiert werden.

Liste zum Programmieren der unterschiedlichen Kanal-Reihenfolgen

 

Futaba

MPX

Graupner

 

Ausgang

Ausgang

Ausgang

Querruder

1

1

2

Höhenruder

2

2

3

Seitenruder

4

3

4

Motordrossel

3

4

1