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T3S als Synchrongeber
Senden von 2 Kanälen zum Modell.
Situation Flug-Modelle werden immer größer und komplexer, es werden erheblich mehr Servos und andere Zusatzelektronik mit vielen zusätzlichen Kabeln eingebaut. Dies alles stört den normalen Empfang, denn das „Hochfrequenz-Gebilde Empfangsanlage“ wird durch jedes zusätzliche Kabel verändert und negativ beeinflusst. Die Auswirkungen dieser „Störquellen“ sind nicht vorhersehbar, es entstehen Richtwirkungen, die eine Auslöschung des Signals selbst in geringer Entfernung zur Folge haben, oft mit fatalen Folgen.
Gerade die Steuerung von Großmodellen, die heute einen hohen materiellen Wert darstellen und ein hohes Gefahrenpotential in sich bergen, stellt daher mit der bisherigen Technik ein Risiko dar. Wir sind bisher gezwungen, auch große und gefährliche Modelle mit nur einem Frequenzkanal zur Übertragung unserer Steuerbefehle zu steuern, eine zusätzliche Sicherheit für die Übertragung ist nicht eingebaut.
Das T3S-System ermöglicht nun auf erlaubtem Weg die redundante Übertragung des Steuersignals auf zwei Frequenzkanälen zum Modell. Dabei wird mit dem T3S-System das Steuersignal synchronisiert über zwei Sender auf zwei Frequenzkanälen zum Modell gesendet.
Damit kann ein Großmodell mit zwei PPM-Empfängern ausgerüstet werden, die auf unterschiedlichen Frequenzkanälen arbeiten (oder sogar unterschiedlichen Frequenzbändern), aus beiden Empfängern kommt das selbe Steuersignal für die Servos.
Dadurch steht auch die doppelte Anzahl von Servoausgängen zur Verfügung. Bei Verwendung von 2 herkömmlichen Empfängern können diese Servoausgänge nun aufgeteilt werden auf das Modell in Kombinationen. Meist wird eine diagonale Anordnung gewählt, also linkes Querruder, rechte Höhenruderhälfte auf einem Empfänger. Rechtes Querruder, linke Höhenruderhälfte auf dem anderen Empfänger. Ob dies sinnvoll ist muss bezweifelt werden, denn man geht davon aus, dass im Fall eines Ausfalls der einen Seite die Servos stromlos, möglichst in Neutrallage stehen bleiben, was aber nach unserer Erfahrung selten oder nie der Fall sein wird. Die Ruder laufen bei Defekten auf Vollausschlag und dann ist u.E. ein Absturz auch in dieser Anordnung nicht vermeidbar.
Sinnvoll sind zwei Empfänger im Modell daher nur, wenn bei Ausfall einer der beiden Übertragungsstrecken die Empfänger miteinander kommunizieren und kein Servoausgang dadurch ausfallen kann. Dies ist optimal gelöst beim DDS-10 Diversity-System.
Bei Verwendung des DDS-10 Diversity-Systems wird auch eine Verbesserung bei den sog. Richtwirkungen erreicht, da auch die Signalstärken der beiden Empfängerantennen bewertet werden, eine Empfangsantenne wird immer ein besseres Signal haben als die andere, der zugehörige Empfänger also jeweils auch ein Steuersignal ausgeben, selbst wenn der andere Empfänger gestört wäre.
Betrieb von 2 Sendern: In der Praxis wird einfach ein beliebiger 2ter Sender mit Lehrer-Schüler-System als Back-up-Sender (Reserve-Sender) benutzt, der auf einen anderen Kanal als der Hauptsender sendet. Dieser Back-up-Sender wird mit dem T3S-System ausgestattet, das T3S-System auf den Hauptsender eingescannt und in der Nähe des Piloten, z.B. auf einem Stativ, aufgestellt. Da im Prinzip nur das HF-Modul vom Back-up-Sender benutzt wird, sind die Steueranordungen oder die Mischfunktionen dieses Senders ohne Belang.
Werden zwei gleiche Sender verwendet, hat das zusätzlich den Vorteil, daß das Modell bei Ausfall des Hauptsenders auch mit dem Back-up-Sender weiter gesteuert werden kann.
Der Hauptsender benötigt kein Lehrer-Schüler-System.
Es wird benötigt:
2 Sender (Modulationsart PPM)
1 Sender mit Lehrer-Einrichtung (Buchse für Lehrer-Schüler-Betrieb als Lehrer mit L/S-Schalter)
1 x T3S-System
1 x T3S-Adapter für den jeweiligen Sender
Im Modell müssen zwei beliebige Empfänger in PPM mit den jeweiligen Frequenzkanälen der beiden Sender installiert sein.
Damit ist die Übermittlung des Steuersignals auf 2 Frequenzkanälen zum Modell möglich. Der Pilot steuert an einem Sender, die beiden Sender werden über das T3S-System miteinander synchronisiert, die Steuer-Signale werden sinnrichtig vom 2ten Sender auf einem anderen Kanal zum Modell übertragen.
Optimal und in jeder Hinsicht sicherer ist die Verwendung des DDS-10 Diversity-Systems im Modell.
Betrieb mit 2 Sendern
Schritt 1 Der Quarz-Kanal des Haupt-Senders (anderer Kanal als der des Back-up-Senders) wird in das T3S-Synthesizer-System eingelernt (muß nur 1 mal erfolgen).
Schritt 2 Der Back-up-Sender wird mit dem T3S-System verbunden per T3S-Adapter, das T3S-System wird dabei entweder vom Sender mit Strom versorgt (Futaba-Sender) oder durch einen zusätzlichen Empfänger-Akku.
Schritt3 Der Back-up-Sender wird eingeschaltet, das Lehrer-Schüler-System auf Übergabe aller Kanäle eingestellt und aktiviert, der L/S-Schalter wird auf Schüler-Betrieb umgeschaltet. Dieser Sendet auf seinem Quarz-Kanal zum Empfänger mit dem gleichen Quarz-Kanal im Modell.
Schritt 4 Der Back-up-Sender mit T3S-System wird im oben beschrieben Zustand (eingeschaltet mit L/-System auf Schülerbetrieb) räumlich getrennt mit voll ausgezogener Antenne auf ein Podest oder Stativ gestellt. Die Distanz kann bis zu 1000m betragen, sinnvoll sind aber 5m bis max. 20m.
Schritt 5 Der Haupt-Sender wird eingeschaltet. Dieser sendet auf seinem Quarz-Kanal zum Empfänger mit dem gleichen Quarz-Kanal im Modell. Gleichzeitig empfängt auch das T3S-System die Signale vom Hauptsender und leitet diese weiter zum Back-up-Sender und dessen Lehrer-Schülersystem. Dadurch sendet der Back-up-Sender die selben Steuerbefehle auf seinem Quarz-Kanal zum anderen Empfänger im Modell.
Schritt 6 Modell einschalten, fliegen.
Damit wird zum ersten mal eine Redundanz der Übertragungsstrecke erreicht, Richtwirkungen unterdrückt und die Sicherheit der Übertragungsstrecke um 100% erhöht.
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