SPS Programmierung

SPS = Servo Programming System

Dieses völlig neue System erlaubt es, viele Parameter des Empfängers und der Servo-Ansteuerung zu programmieren. Als Programmiergerät wird dazu ein normaler PC oder Laptop verwendet. Für den tragbaren Einsatz kann die Programmierung auch mit einem Palm Handheld vorgenommen werden. Der Anschluß von PC, Laptop oder Palm erfolgt über die DSL-Schnittstelle per Kabel oder kabellos per Infrarot.

Programmiermöglichkeiten der DSL-Empfänger
Durch die Programmiermöglichkeiten wird aus einem hochwertigen Fernsteuer-Empfänger ein ganz neues System mit unendlich vielen Vorteilen und Möglichkeiten, die es so bisher nicht gab und die auch nicht möglich waren.

  • Die Servo-Signal-Ausgabe PCS prüft das Signal auf Störungen, ungewollte Servoausschläge sind unterdrückt
  • Ein neues Fail Safe System sorgt auch bei PPM-Signalen für sichere Servopositionen im Störungsfall
  • Es muß nicht für jedes Servo auch ein Kanal im Sender vorhanden sein.
  • Die Servoparameter Weg, Mitte, Reverse und Limit und Failsafe sind für maximal 20 Servos völlig unabhängig vom Sender einstellbar.
  • Servoweg-Verlängerung bis 180° für mehr Servokraft möglich
  • Diverse empfängerseitige Mischmöglichkeiten
  • Lehrer-Schüler-Betrieb ohne Sendereinrichtungen
  • Unbegrenzte Anzahl an Modellspeichern
  • Freie Zuordnen der Servo-Ausgänge ->keine V-Kabel, keine Magic-Boxen, wemiger Gewicht, weniger Kosten
  • Weniger Programmierung im Sender -> Einsparung von Modellspeichern im Sender.
  • Mit wenigen Steuerfunktionen viele Servos ansteuern und völlig unabhängig einstellen. Es muss nicht für jedes Servo auch ein einstellbarer Kanal im Sender „verbraten“ werden bzw. im Sender vorhanden sein.

Die Empfängerprogrammierung kann den Sender entlasten, indem die Steuerfunktionen im Sender, die einzelnen Servoeinstellungen dann im Empfänger programmiert werden. Querruder ist eigentlich nur eine Funktion, kann aber mit 2 (oder mehr) Servos gesteuert werden. Die Servolaufrichtungen und Wege können nun an den jeweiligen Servos im Empfänger grundeingestellt werden, dann muß nur noch der Mischer für die Querruder und Querruderdifferentierung im Sender  aktiviert werden.

Programmier-Zubehör DSL-Software

Diese Empfänger können per SPS programmiert werden

DDS-10 PCM

DSL-8

DDS-10

DSL-6

DDS-Micro-8 PPM

DSL-4ST

DDS-Micro-8 PCM

DSL-4top

Das Programmier-Prinzip

Beispiel für Gleichlauf-Einstellung von Servos

Hier werden 10 Lipo-Servo für ein Großmodell (Seitenruder) in einer “Servo-Galere” mechanisch gekoppelt. Das ergibt eine Stellkraft von 320kp. Einstellzeit ca. 10min. Die Servos sind in jeder Stellung ohne gegenseitige Einwirkung.

Diese Einstellmöglichkeit gibt es nur bei DSL-Empfängern, denn jeder Servoausgang kann auf einen einzigen Geber vom Sender (hier Seitenruderknüppel) programmiert werden und die Stromversorgung ist ausreichend dimensioniert

Das Servo-Programmier-Prinzip des DSL-Systems

Das System funktioniert ähnlich wie in jedem Computer-Sender:
Man verbindet die Servoausgänge am Empfänger mit den Knüppeln/Steuergeber des Senders
(im Sender ist die Reihenfolge umgekehrt)

Signalfluss: Alle Steuerkanäle (bis zu 12) gelangen vom Sender in den Empfänger. Im Empfänger gibt es drei Verarbeitungs-Stufen bis zum Servoausgang.

Programmier-Reihenfolge im Servo-Mix-Menü:

Schritt 1, Auswahl der Servoausgänge
Hier wird zunächst gewählt, welcher Servoausgang (Srv 1-10) programmiert wird.

Schritt 2, Verknüpfung/Verbindung der Ein- und Ausgänge
Hier wird gewählt, ob die Steuer-Information vom ausgewählten Steuergeber Eingang, TX1-12, Schritt3) dauernd an an den Servoausgang (Ausgang Servo 1-10) gelangen soll  (ON oder OFF), oder unter welcher Bedingung (Steuergeber 1-12 in positive oder negative Richtung) die Steuerinformation zum gewählten Servoausgang gelangen soll. Damit sind dann auch Schaltfunktionen bzw. Mischereinschaltfunktionen möglich.

Schritt 3, Auswahl des Senderknüppels/Gebers
Hier können alle Steuerknüppel, Schieberregler oder Kanalschalter (TX 1-12) als Steuerinformations-Quelle für den in Schritt 1 gewählten Servoausgang ausgewählt werden. Mit dieser Funktion kann dadurch frei gewählt werden, welcher Steuergeber am Sender den gewählten Servoausgang steuert. Zusätzlich kann noch ein FIX-Wert (FIX), die Batteriespannung (BATT) oder das Feldstärke-Signal (RSSI) als Informationsquelle für den jeweiligen Servoausgang gewählt werden. Mit FIX wird z.B. die Servomitte eingestellt.
Gleichzeitig ergibt sich bei diesem Schritt die Möglichkeit, den Steuerweg der “Quelle” (bzw. der resultierende Servoausschlag) für jede Seite des Ausschlags und die Servolaufrichtung einzustellen (+/-100%.

Als Ausgangsprogrammierung ab Werk sind alle Steuergeber analog der Steuergeber des Senders mit den Servoausgängen verbunden, also Kanal 1 vom Sender steht an Servoausgang 1 des Empfängers zur Verfügung, usw.

Da diese 3 Funktionen für jeden Servoausgang in 4 Ebenen vorhanden sind, können für jeden Servoausgang bis zu 4 Steuergeber des Senders gewählt werden, die auf ein Servo wirken. Damit sind aufwändige Mischfunktionen möglich.

Detail-Beispiel für Großmodell

Peter Michel, A380

Spannweite ca. 5m, Gewicht 74Kg

32 Servos
9 Steuerfunktionen:
Querruder, Seitenruder, Höhenruder Gas, FW-Bremse, Fahrwerk Aus/EIN, Fahrwerkslappen, Wölbklappen, Slats

Stromversorgung:
Akkuweiche AW 30 ACT

 

 

Grosse Segelflugmodelle

ACT Testmodell Nimbus 4D

Spannweite ca. 7,24m,
Gewicht 16Kg

13 Servos/6-Klappenflügel
8 Steuerfunktionen:
Querruder, Seitenruder, Höhenruder, Störklappen, Butterfly, FW-Bremse, Fahrwerk Aus/EIN, Schleppkupplung

Stromversorgung:
Akkuweiche AW 30 ACT

Wurde zu Vorführzwecken schon mit 5 Kanal Sender geflogen

 

Programmier-Beispiele für DSL-Empfänger

Limitter, Servowegbegrenzung
Mix Rate/Servowegeinstellung
Reverse/Wegeinstellungen
Sub Trim, Mittenverstellung
Fail Safe/Hold
Querruderdifferenzierung
Dual Rate/Wegumschaltung
Kanal/Servoausgangs-Zuordnung
Gas -> Pitch-Mischer
Bremsklappen -> Höhenruderausgleich
V-Leitwerk
Servoweg-Verlängerung
2 Servos unabhängig an einem Kanal betreiben
Programmier-Strategie
Programmiertabelle für Wölbklappensegler
 

Vorwort
Die Möglichkeit für die Servos Einstellungen vorzunehmen im Empfänger soll die Programmiermöglichkeiten moderner Computersender nicht ersetzen, sondern sinnvoll ergänzen. Richtig eingesetzt, ergibt die Kombination von Sender und Empfängerprogrammierung völlig neue Möglichkeiten. Die folgenden Beispiele sind nur eine kleine Auswahl bekannter Funktionen, die nun im Empfänger programmiert werden können und damit die Arbeit des Senders entlasten bzw. auch Modellspeicher im Sender einsparen. Anhand dieser Praxisbeispiele läßt sich die Funktionsweise und die Programmier-Systematik einfacher verstehen. Manche Funktionen die in DSL-10 Empfängern möglich sind, können im Sender gar nicht programmiert werden. Sind alle Einstellungen im Empfänger programmiert, dann kann mit einem einfachen Sender geflogen werden, Lehrer-Schüler-Betrieb wird einfach und die Ausfallsicherheit steigt.

Limiter/Wegeinstellungen
Diese Einstellungen (+ Sub Trim, s.u.) ermöglichen die Anpassung von Servowegen z.B. bei mehreren Servos auf einem Ruder. Dadurch kann verhindert werden, daß Servos sich gegenseitig mechanisch behindern und unnötig Strom ziehen.

Der Limiter/Wegbegrenzung
Jeder Servoausgang besitzt zwei Endlagen, die im Feld "WEGBEGRENZUNG" einstellbar sind. Die Wirkungsweise entspricht einem echten "Servolimitter". Die dargestellten Werte beziehen sich auf die Länge des jeweiligen Servoimpulses in µsec.

MIX Rate +/- Servoweg-Einstellung
Die Mischerrate für positive und negative Werte wird hier eingegeben. Die Funktion entspricht einer beidseitigen Servowegeinstellung. Der Servo-Weg kann somit fein eingestellt werden. Die Zahlenwerte werden durch Antippen der Pfeilbuttons verkleinert oder vergrößert.

Servoreverse
Damit wird der Servolaufweg umgepolt, es muß lediglich der Betrag angeklickt werden, das Vorzeichen polt sich um und damit die Servolaufrichtung

 

 

 

 

SUB Trimm
Damit kann die Servoneutralstellung für jedes Servo eingestellt werden. Diese Einstellung sollte immer im Empfänger programmiert werden. Im Sender programmiert ergeben sich durch die Nullpunktveränderung meist völlig ungleiche Wege. Als “Steuergeber” wird dann in einer zweiten Ebene eine Fixposition (FIX) gewähl und diese Ebene eingeschaltet mit ON. Dann kann die notwendige Einstellung des Fixwertes erfolgen. Der eingestellte FIX-Betrag wird der normalen Nullstellung, die vom Sender kommt, einfach aufaddiert. 

 

 

 

Fail Safe/Hold
Diese Funktion dient dazu, die Servostellungen für den Fall einer Empfangsstörung zu definieren. Dies kann für jedes Servo separat erfolgen. Dazu wird für das jeweilige Servo als Mischer Schalter 1 „Signal OK“ eingestellt, die Servowege und Richtungen ganz normal entsprechend Bedarf. Für den zweiten Mischer als Schalter „Signal Lost“. Als Mischerquelle wird „FIX“ eingestellt, damit kann die Servoposition über den gesamten Weg auf die gewünschte Position gestellt werden. Zur Einstellung/Kontrolle der Fail Safe Position Sender ausschalten (Signal Lost). Im Diversity-Betrieb wird eine programmierte Fail Safe Position an einem Empfänger erst ausgegeben, wenn trotz Diversity-Betrieb beide Empfänger kein Signal mehr liefern.

Für „Hold“ muss jeder „Schalter“ auf „ON“ programmiert sein.

Wir empfehlen bei Motormodellen grundsätzlich, den Motor für den Fall einer Störung Fail Safe auf AUS-Position zu programmieren. Sollten Störungen vom Motor kommen, beseitigen diese sich dadurch selber und der Empfang wird automatisch besser. 

 

Ail Diff, Querruder-Differenzierung
Querruder 1 auf Servoausgang 1, Querruder 2 auf Servoausgang 5

Damit können die Querruder auch mit einem Sender ohne diese Funktion eingestellt werden

 

 

 

Dual Rate
Mit Kanal 8 am Sender wird der Weg vom Servo am Ausgang 1 umgeschaltet.

Es muß gewährleistet sein, daß die Senderneutralstellung genau stimmt, ansonsten können sich beim Umschalten Nullpunktverschiebungen ergeben.

 

 

 

Kanal-Zuordnung
Mit dieser Funktion lassen sich die Servoausgänge beliebig auf die vom Sender gesteuerten Funktionen verteilen und zuordnen. Eine Funktion, die im Empfänger programmiert, erhebliche Vorteile bringt. So steuert hier der Senderkanal 1 die Servos am Empfängerausgang 2 und 3 gleichzeitig, ganz ohne V-Kabel, ohne Mischer. Servoweg und Richtung sind einstellbar.

 

 

 

Einfache Mischer

Gas ->Pitch
Gas ist Sender Kanal 3 und Empfängerausgang 3, Pitch ist auch Senderkanal 3, aber Empfängerausgang 6. So ergibt sich auf Empfängerausgang 3+6 der selbe Ausschlag bei Betätigung von Senderkanal 3 (Gas). Arbeitet wie ein V-Kabel.

 

 

 

 

Bremsklappe -> Höhenruder-Ausgleich
 
Höhenruder ist Senderkanal 2,und Empfängerausgang 2. Bremsklappe ist Sender Kanal 3 und Empfängerausgang 3,.bei betätigen von Bremsklappe wird dem Höhenruder der in der zweiten Mischerzeile eingestellte Zusatzbetrag beigemischt.

 

 

 

 

 

V-Leitwerk
Die V-Leitwerks-Funktionen sind am Senderkanal 1+2, die Empfängerausgänge ebenfalls 1+2. Mischbetrag und Richtung sind jeweils einzeln für jedes Ruder und jede Seite des Ausschlags einstellbar, also auch differenzierbar.

 

 

 

 

Servowegverlängerung
Diese Funktion dient dazu, den Servoweg zu verlängern. Der Mischbetrag in der zweiten Zeile wird dem Mischbetrag der ersten Zeile zusätzlich addiert. Bei großen Modellen wird damit die Servokraft verdoppelt, denn es können die Anlenkungen weiter innen am Servo eingehängt werden und trotzdem ist genügend Ausschlag an den Rudern vorhanden. Diese Funktion kann so im Sender nicht programmiert werden. Achtung: Grenzen sind da gegeben, wo die Servos mechanisch an den Anschlag laufen oder elektronsich begrenzt werden. Nicht alle Servos sind dafür geeignet, mit “mehr Weg” (mehr als die Verstellnorm von 1, - 2,0 ms) zu arbeiten.

 

 

Programmierstrategie
Vorteilhaft ist, wenn man sich vor der Programmierung eines aufwendigen Modells vorher eine “Programmerier-Strategie” zurecht legt. So kommt jetzt dem Sender mehr die Aufgabe zu, die “Funktionen” des Modells zu steuern, die einzelnen Servoeinstellungen werden dann am Empfänger programmiert. Querruder ist eigentlich nur eine Funktion, kann aber mit 2 (oder mehr) Servos gesteuert werden. Die Servolaufrichtungen und Wege können nun an den jeweiligen Servos im Empfänger grundeingestellt werden, dann muß nur noch der Mischer für die Querruder und Querruderdifferentierung im Sender aktiviert werden.

In einer Diversity-Einheit mit 2 Empfängern und einem aufwendigen Modell, bei dem auf einem Servo mehrere  “Steuerfunktionen” liegen, sollten die einzelnen Mischer im Sender programmiert werden und die Servos dann an die vom Sender zugewiesenen Empfängerausgänge gesteckt werden.

Bei Anschluß von z.B Querruder links an Empfängerausgang 1a, linker Empfänger, und Querruder rechts an Empfängerausgang 1b am zweiten Empfänger arbeiten die beiden Servos wie an einem V-Kabel, es ist also dann nicht mehr möglich, im Sender ein einzelnes Servo umzupolen, das würde immer global auf beide Servos wirken.

Das Selbe gilt auch, wenn diese Servos noch andere Mischanteile ausführen, z.B. auch noch Wölbklappe. Dann gilt, entweder tatsächlich alles im Empfänger programmieren, oder die Mischer und deren Auslöser (Schalter usw.) im Sender und die Servowege und grundsätzliche Laufrichtungen im Empfänger programmieren.

IIn jedem Fall hilfreich ist eine Tabelle, in der man einträgt, welches Ruder bzw. welche Funktion mit welchem Servo gesteuert wird und an welchem Empfängerausgang diese Servos jeweils angeschlossen sind (s.u.).

Diese Programmier-Daten können wir Ihnen auch per mail zur Verfügung stellen. Sie müssen die Daten nur per HotSync auf Ihren Palm oder PC laden.

 

Leere Tabelle als Kopiervorlage zum Ausdrucken (pdf)

 

 

Sind Funktionen/Kanäle nicht ausreichend vorhanden, können best. Funktionen auch auf einen Senderkanal gelegt werden, der mit einem 3 Stufenschalter (oder Schieberegler) gesteuert wird. Es ist dann trotzdem möglich, für jede Seite des Schaltkanals, sowohl von Mitte nach links als auch von Mitte nach rechts, volle Servowege im Empfänger zu programmieren. Beispiel : Schleppkupplung und Einziehfahrwerk, oder Schleppkupplung und Vario usw.

Beispiel:
Schaltkanal 3 Stufen (TX 08) schaltet 2 Servos an Ausgang 7 und 8, beide unabhängig und mit vollem Weg von Mitte nach einer Seite des Schalters.

Mischer Zeile 1 ordnet die Servos an beiden Ausgänge dem selben Geber (3-Stufenschalter TX 08) zu. Damit arbeiten beide Servos mit halbem Weg

Mischer Zeile 2 verdoppelt den Weg.

Mischerzeile 3 sorgt dafür, daß der volle Weg mit dem normalen Nullpunkt des Servos arbeitet.

 

Große Segelflugmodelle

Vorbei sind die Zeiten, in denen Störklappe und Kupplung oder Radbremse mit einem Schaltkanal betätigrt werden müssen bzw. gekoppelt sind und nicht separat betätigt werden können.

Ein 9-Kanal-Sender genügt für Segler mit 8 Klappen und 17 Servos.

Der Grund ist einfach, die Servos werden im Empfänger eingestellt und gemischt, vom Sender müssen nur noch die Steuer-Funktionen gesteuert werden, nicht mehr die einzelnen Servos. Es ist also ein Umdenken, der Sender ist für die Steuerfunktionen, der Empfänger  für die Servos zuständig.

Ein  Segler mit 8 Klappenflügel hat 9 Steuer-Funktionen:
Querruder, Seitenruder, Höhenruder, Wölbklappe, Störklappe, Schleppkupplung, Radbremse, Varioabfrage, Einziehfahrwerk.

Es sind zwar allein für die Klappen 8 Servos notwendig, aber lediglich 2 Steuerfunktionen, nämlich Querruder und Wölbklappe.

Dieses Problem löst das DSL-System durch die Servoprogrammierung SPS

Zusätzliche Vorteile für Große Segelflugmodelle mit dem DSL-System:

  • Optimale, direkte Stromversorgung vieler Servos
  • Diversity-Betrieb
  • 2-Frequenzbetrieb
  • Fail-Safe programmierbar
  • Frequenzüberwachung
  • Datenspeicher

Programmierbeispiel: Akromodell

Wir wollen ein Akromodell mit 2 DDS-10 Diversity und IRDA betreiben. Das Modell ist gemäss Skizze wie folgt ausgerüstet:

  • 6xQR, 4 x HR, 2 x SR, 1 x MOT, 1 x SMOKE
  • Beide Empfänger RX1 und RX2 arbeiten mit Kanal 73.
  • Damit möchten wir 14 Servos gemäss Modellskizze ansteuern.

Vorgehen

1. Zuweisungsplan erstellen

Es ist dringend zu empfehlen, zuerst einen Zuweisungsplan zu erstellen. Das bedeutet faktisch nichts anderes, als die Servoanschlüsse gemäss unserer Skizze festlegen. RX1 besitzt die Servoanschlüsse 1 - 10, RX2 jene von 11 – 20, wobei hier Anschluss 1 = Servo 11, Anschluss 5 = Servo 15 etc. steuert.

Servonummern (Steckplatz am Empfänger)die Beim Sender (TX) belegen wir 6 folgende Geber-Funktionen = Servosteckplätze am herkömmlichen Empfänger: 1=Quer links, 2=Quer rechts, 3=Höhe, 4=Seite, 5=Motor, 6=Smoke, 7=Schaltkanal Sonder

Zuweisungsplan (Sn = Servonummer n; TXn = Senderausgang n)

Empfänger 1

  • S1 TX1 QUER LINKS
  • S2 TX2 QUER RECHTS
  • S3 TX3 HöHE LINKS
  • S4 TX4 SEITE
  • S5 TX5 MOTOR
  • S6 TX1 QUER LINKS
  • S7 TX3 HöHE LINKS
  • S8 TX6 SMOKE

Empfänger 2

  • S11 TX1 QUER LINKS
  • S12  TX2 QUER RECHTS
  • S13  TX3 HöHE RECHTS
  • S14  TX4 SEITE
  • S15 wird nicht belegt
  • S16 TX2 QUER RECHTS
  • S17  TX4 HöHE RECHTS

2. Sendereinstellungen

Akromodell mit den gewünschten Funktionen und Mischern nach dem eigenen Gutdünken aufbauen. Da die Signale beim DDS 10 völlig frei zugewiesen wredn können, brauchen wir keinerlei Rücksicht auf den Empfänger zu nehmen.

3. Empfänger mit Palm programmieren

Der Palm wird bedient durch Antippen mit einem Stift auf die entsprechenen Felder und Zeichen auf dem Bildschirm. (antippen mit Stift = aktivieren).

A) Infrarotschnittstelle aktivieren

  • G) Sender einschalten
  • H) Beide Empfänger einschalten beide Dioden leuchten am IRDA
  • I) Palm einschalten
  • J) Haussymbol aktivieren Windows von Palm
  • K) DDS-10–Symbol aktivieren -> Einstieg ins DDS-10 Programm
  • L) Feld IR aktivieren  nur eine Diode am IRDA leuchtet = RX1 hat Verbindung mit Palm
  • M) Feld IR erneut aktivieren die andere Diode am IRDA leuchtet jetzt auf am IRDA =RX2 hat Verbindung mit Palm

B) Empfängerkanal 73 wählen

  • DDS10 aktivieren
  • Feld SYSTEM aktivieren
  • Pfeil oben links aktivieren Kanalliste erscheint
  • Nr. 73 aktivieren
  • RET aktiviern  RET entspricht ENTER und führt zugleichzurüch zum DDS-10 Hauptmenu.
  • Auf IR tippen(umschalten auf den 2ten Empfänger) und auf RX2 diese Prozedur wiederholen beide sind jetzt auf kanal 73

C) Servos mit den Sendersignalen gemäss Zuweisungsplan verknüpfen

  • DDS10 aktivieren
  • Feld SERVO-MIX aktivieren  Bedienfenster wird geöffnet; uns interessieren hier vorerst nur die obersten 4 Zeilen.
  • Pfeil oben links aktivieren Servoliste erscheint
  • Servo S1 auswählen
  • Oberstes TX1 (rechts) aktivieren jetzt wird somit das Sendersignal 1 auf das Servo S1 beim Empfänger RX1 ausgegeben.

Jetzt können die Einstellungen nach dem gleichen Muster für die restlichen 13 Servos durchgeführt werden.

Nehmen wir als Beispiel noch Servo S7 bei Empfänger 1. Dieses wird vom Sendersignal 3 (Höhenruder) angesteuert  S7 TX3 HöHE LINKS

  • Feld SERVO-MIX aktivieren
  • Pfeil oben links aktivieren und Servo S7 auswählen
  • Pfeil bei TX7 (rechts) aktivieren und TX2 auswählen
  • RET aktivieren Sichern und zurück zum Hauptmenu

Nehmen wir als Beispiel b noch Servo S16 (S6 bei Empfänger 2). Dieses wird vom Sendersignal 2 (Querruder rechts) angesteuert  S16 TX2 QUER RECHTS

  • Feld IR aktivieren die andere Diode am IRDA leuchtet = RX2 hat Verbindung mit Palm
  • Feld SERVO-MIX aktivieren
  • Pfeil oben links aktivieren und Servo S6 (=S16) auswählen
  • Pfeil bei TX6 (rechts) aktivieren und TX2 auswählen
  • RET aktivieren Sichern und zurück zum Hauptmenu

D) Fail Safe Position für Motordrossel einstellen

Hier wird dem Gasservo noch ein Signal beigemischt, welches der Empfänger bereitstellt, wenn das Gassignal ausbleibt. S5 TX5 MOTOR

  • · DDS10 aktivieren
  • · Mit IR RX1 aktivieren
  • · Feld SERVO-MIX aktivieren
  • · Servo S5 auswählen
  • 1 Mischerzeile als Schalter SignlOK wählen
  • · Zweite Mischerzeile FIX (rechts) aktivieren
  • · Nun in Bildschirmmitte OFF aktivieren  Servoliste 1-12 erscheint
  • · Auf der Liste Scrollen bis Snglost erscheint
  • · Snglost aktivieren
  • · Position einstellen: Auf zweiter Mischerzeile FIX  drücken bis Prozente gewünschter Ausschlag in % erreicht. Ungefährwert im Feld testen
  • · RET aktivieren Sichern und zurück zum Hauptmenu

E) Servomitte einstellen mittels der Funktion FIX

Die Servomitte ist eine zentrale Programmierfunktion für die Abstimmung von parallel angelenkten Servos am gleichen Ruder.

  • Feld SERVO-MIX aktivieren
  • Servo auswählen  (z.B.S16 TX2 QUER RECHTS)
  • Zweitoberster Mischeingang TX2 (rechts) aktivieren und Scrollen bis FIX erscheint. FIX aktivieren.
  • Mischeingang 2 auf ON stellen  Servomitte ist aktiviert und steht jetzt bei 100% -> Servo macht somit einen Auschlag auf 100%
  • Gewünschte Prozentzahl an Doppelpfeil einstellen Achtung es dauert 4-5 Sekunden bis das Signal vom Empfänger übernommen wird.
  • RET aktivieren Sichern und zurück zum Hauptmenu

F) Servoweg und Laufrichtung (Reverse) einstellen

Diese beiden Parameter sind unerlässliche Programmierfeatures für eine saubere Abstimmung der Servos untereinander. 

  • Feld SERVO-MIX aktivieren
  • Servo auswählen  (z.B.S16 TX2 QUER RECHTS)
  • Oberster Mischeingang TX2 (rechts) aktivieren
  • Gewünschte Prozentzahlen und Vorzeichen für Reverse an Doppelpfeil einstellen  Achtung es dauert 4-5 Sekunden bis das Signal vom Empfänger übernommen wird.
  • RET aktivieren Sichern und zurück zum Hauptmenu

G) Servoweg Begrenzung

Um Mechanische Schäden zu verhindern, möchten wir empfängerseitig bei Servo S17 (S17  TX4 HöHE RECHTS) den Servoweg nach oben auf 80% und nach unten auf 60% reduzieren:

  • Am IR RX2 aktivieren
  • Feld SERVO-MIX aktivieren
  • Servo S7 (=S17) auswählen
  • 80%: Bei TX4 (rechts) durch tippen auf oberes Pfeilpaar 80% einstellen  da die Übertragung vom Palm zum Empfänger zeitverzögert passiert, wird man eine ruckweise Verstellung des HR-Servos beobachten das ist System bedingt.
  • 75%: Bei TX4 (rechts) durch tippen auf unteres Pfeilpaar 75%
  • RET aktivieren Sichern und zurück zum Hauptmenu.

H) Wegvergrösserung

Wir möchten empfängerseitig bei Servo S17 (S17  TX4 HöHE RECHTS) den Servoweg nach oben auf 160% und nach unten auf 190% erhöhen. Dies geschieht, indem wir das Sendersignal für Höhe ein zweites Mal dem Servo zumischen, das Signal gewissermassen stapeln.

  • Am IR RX2 aktivieren
  • Feld SERVO-MIX aktivieren
  • Servo S7 (=S17) auswählen
  • Zweitoberstes TX7 (rechts) aktivieren  Liste erscheint
  • TX4 auswählen
  • Nun in Bildschirmmitte OFF auf ON stellen  Mischer ist aktiviert
  • 190%: Bei TX4 (rechts) durch tippen auf oberes Pfeilpaar 90% einstellen (100%+90%).
  • 160%: Bei TX4 (rechts) durch tippen auf unteres Pfeilpaar 60% einstellen (100%+60%).
  • RET aktivieren Sichern und zurück zum Hauptmenu.

 

 

Empfänger programmieren (SPS)

Ergibt zusätzlich diese Vorteile:

  • Freie Zuordnung der Servoausgänge - jedes Servo einzeln und unabhängig einstellbar, keine Magic Boxen
  • Komplexe Modelle mit einfachem Sender -  mit 8 Kanal-Sender bis zu 20 Servos einzeln ansteuerbar
  • Unbegrenzte Modellspeicher - alles im PC (oder Laptop oder Palm) abspeichern
  • Erheblich mehr Sicherheit - Diversity mit 2 DSL-Empfängern, frei programmierbar
  • 2-Frequenzbetrieb mit 1nem DDS-10-Empfänger
  • Kabelloser Lehrer-Schüler-Betrieb, Senderfabrikat- und Ausstattung egal
  • Analyse der Empfangsqualität und der Akkuspannung - Rechtzeitig wissen wo Einbau-Probleme waren oder sind, nicht nur vermuten (nach dem Absturz).
  • Einfache Hochstromversorgung - keine Power Interfaces, keine Impulsverstärker notwendig, viel Gewicht sparen