Service+Reparatur-Tips

Geräte einsenden zum Service

Nichts ist ärgerlicher, als ein Gerät zur Reparatur einsenden zu müssen - für beide Seiten: Für Sie als Kunde und auch für uns als Bearbeiter.

Es kommt zwar sehr wenig zu uns zurück, aber auch diese Einsendungen verursachen eine Menge vor allem unnötige Kosten.

Einsendungen zu Reparatur oder Service: Damit nach der Reparatur nicht VOR der Reparatur wird......

Hier geht es nicht darum, überall Fehler zu suchen, ausser bei den ACT-Produkten. Im Gegenteil, wir wollen unseren Kunden helfen und den nächsten Absturz verhindern.

Bitte zu jeder Reparatureinsendung immer auch eine Inhaltsliste beilegen, damit wir bei unserer Eingangskontrolle genau wissen, was zur Reparatur eingesendet wurde und nichts verloren geht. Ohne Inhaltsliste sind nachträgliche Reklamationen wegen fehlender Teile leider nicht möglich.

Nach der Rücksendung
Bitte jedes Gerät welches aus der Reparatur kommt, VOR dem nächsten Einsatz so wie jedes Neugerät prüfen auf Funktion und in der gesamten Funktionskette. Niemand kann eigene Fehler komplett ausschließen, zusätzlich besteht die Gefahr, dass das eingesendete Gerät keine Fehler aufweist, ein einmal aufgetretener Fehler aber in anderen Teilen der Funktionskette weiter besteht.

ACT-Produkte sind im Modell immer ein Teil einer ganzen Funktionskette. Diese als auch die Einhaltung der Montage- und Betriebsanleitung, die Bedingungen und Methoden bei Installation, Betrieb, Verwendung und Wartung der Fernsteuerkomponenten können von der ACT nicht bewertet oder überwacht werden.

Wir finden gerne Fehler und Ursachen für Probleme, Sie müssen uns aber die Möglichkeit dazu geben.

Welche Teile der Funktionskette eingesendet werden bestimmt der Pilot, und damit auch den größten Teil einer möglichen, erfolgreichen Fehlerursachenforschung. Der Service kann nur überprüfen was vorliegt. Wenn nur ein Teil der Funktionskette, z.B. nur der Empfänger, oder nur das Sendemodul vorliegen, dann können keine Aussagen zur ganzen Funktionskette erfolgen.

 Wird am eingesendeten Teil kein Fehler festgestellt, bedeutet dies lediglich, dass das Gerät im selben Zustand ist wie alle gleichen Serienprodukte und so wie sie bei anderen Kunden in deren Funktionskette (s.u.) problemlos arbeiten.

Selbst wenn ein Fehler an eingesendeten Geräten gefunden wurde, ist das letztlich keine Aussage zur Funktion der gesamten Funktionskette „Modell“. Dafür ist immer der Pilot verantwortlich. 

Teile der Funktionskette, die nicht von ACT stammen, können nur soweit vorliegend überprüft werden. Feststellungen dazu sind dann aber lediglich als Erfahrungswerte zu sehen, mehr nicht.

Eine Aussage zur gesamten Funktionskette (incl. Modell) beim Kunden wird vom Service generell nicht getroffen. Wird kein Fehler an einem ACT Gerät festgestellt, muss der Pilot an allen anderen Teilen weiter nach der Fehlerursache suchen, will er den nächsten Absturz verhindern.

Das Problem -  Alle Störungen sehen letztlich so aus wie Empfangsstörungen......

Bei Modellverlusten haben wir großes Verständnis für unsere Kunden, auch aus eigenen Erfahrungen, man sollte aber bedenken: Sendemodule sind z.B. abhängig von der richtigen Funktion des Steuergeräts. Das Sendemodul kann nur Daten übertragen. Sind keine vorhanden, werden keine übertragen, obwohl gesendet wird. Sind die Steuerbefehle die vom Steuergerät kommen falsch, werden diese trotzdem so übertragen. Bei fehlerhafter Stromversorgung des Steuergeräts kann das ACT Sendemodul nicht arbeiten.

ACT-Empfänger empfangen bei vorgeschriebenen Umgebungsbedingungen die Steuersignale so wie sie ankommen und geben diese auch so an die Servos weiter. Kommt kein oder ein falsches Steuersignal an, erfolgen auch keine oder falsche Servo-Ausschläge. Von selbst steuert ein Empfänger keinerlei Ausschläge. Vorausgesetzt die Antennenverlegung, die Stromversorgung, die Servos, die Verkabelung, die Zusatzgeräte, das Modell an sich usw. sind komplett in Ordnung.

Die Erfahrungen, gerade bei 2,4GHz Systemen zeigen: 95% aller Probleme haben beim S3D-System nichts mit der Übertragung oder dem Empfang selber zu tun. Die Produkte kennen eigentlich nur zwei Zustände: Geht richtig/problemlos - oder geht gar nicht.

Wenn es bisher Probleme an Modulen oder Empfängern gab, waren das “mechanische“ Probleme und Verschleiß, z.B. unzuverlässiger Moduleinbau im Sender, Zustand des Senders und des Akkus, dessen Akkustecker und die „Verkabelung“, Sende- + Empfangsantennen, Antennenkabel, usw. Solche Probleme können vom Kunden durch entsprechende Pflege und/oder Kontrolle der betreffenden Teile vermieden werden.

Eine häufige Fehlerursache bei 2,4GHz-Empfängern ist aber auffällig: Die falsche Verlegung von Empfängerantennen..... Hier noch einmal die grundsätzlichen Regeln:

1.) Die eigentliche Antenne besteht aus den letzten 3cm der Gesamtantenne, der Rest des Antennenkabels ist nur Zuleitung.

2.) Die 3cm-Antennen-Endstücke müssen im 90 Grad-Winkel zueinander verlegt werden, müssen......

3.) Je größer der Abstand der beiden 3cm Endstücke, desto besser die räumliche Diversity-Wirkung.

4.) Bei Kohlerümpfen müssen die Antennen außen verlegt werden und die 3cm Endstücke müssen mit einigem Abstand von der Außenhaut des Rumpfes verlegt werden.

5.) Die 3cm Endstücke dürfen bei Außenverlegung nicht im Fahrtwind flattern.

Überprüfung eines ACT-S3D-Sendemoduls mit Sender im Service: Dieses wird dem Sender entnommen und ganz separat in normalen Labor-Tests auf Leistung, korrekte Datenblöcke, Antennenkabel, Temperatur- und Dauertest überprüft. Von diesem Vorgang wird ein Protokoll für jedes Sendemodul erstellt.  Erst dann erfolgt eine Schluss-Überprüfung zusammen mit dem Sender das Kunden. Dabei kann lediglich geprüft werden, ob der Sender die Stromversorgung und das PPM-Signal im vorliegenden Zustand korrekt liefert.

Weitere Überprüfungen des Senders/Steuergeräts oder Aussagen zu dessen Zuverlässigkeit sind nicht möglich. Dies kann nur der Hersteller selber übernehmen.

Unsere 42jährige Servicestatistik zeigt nach wie vor: 90% der Probleme beim Betrieb eines Modells sind Probleme mit der Stromversorgung im Modell. Auch wenn das vielleicht Wenige glauben weil es ja alle so machen....., die in Mode gekommen Riesen-Power-Weichen sind häufig ein Grund für Ausfälle der Stromversorgung. Ein bekannter Hersteller von Großmodellen sagt eindeutig: 50% der Modelle sind deshalb verkauft, weil eine überdimensionierte Akkuweiche ausgefallen ist und der Kunde das selbe Modelle einfach wieder haben wollte.......... Deshalb empfehlen wir unsere Infos zur Stromversorgung auf der ACT-homepage zu lesen.

Die Qualität der eingesetzten Stromversorgung wird bei uns z.B. auch durch Auslesen der Fehlerspeicher festgestellt, die in unseren Systemen eingebaut sind. Akkuweichen mit immensen Spannungseinbrüchen, dünne Kabelquerschnitte, falsche Akkus für starke Servos, falsche Lademethoden, leere Akkus, schlechte Verkabelung, selbst gemachte Stecker-Verkrimpungen, und seitdem Elektroflug mit Teilen aus Fernost immer billiger wird, vor allem völlig unterdimensionierte BECs !!!! Alles das führt zu Ausfällen, die meist  wie eine Empfangsstörung aussehen.....

Von daher ist festzustellen: Die wenigsten Störungen sind auf Sendemodul oder Empfänger zurückzuführen und wenn, dann auf Mechanik-Probleme und mechanischen Verschleiß, und die wären bei pfleglicher Behandlung meistens vermeidbar.

Daraus gilt: 90% der Probleme können statistisch im Service nicht gefunden werden, die einwandfreie Funktion der ganzen Funktionskette Modell liegt dann weiter in der Verantwortung des Piloten.

Anwendung von Fernsteuerprodukten

Die Übertragungsstrecke ist nicht sichtbar, ein Reichweitentest zeigt aber deren Funktion: Vor jedem Einsatz deshalb korrekte Funktion und Reichweite überprüfen. Einfach deshalb, weil die folgende Regel immer gilt: Wenn SMD-Elektronik defekt geht, dann beim Einschalten, (fast) nie während des Betriebs. Sprich - Fehler liegen immer schon am Boden vor, Folgeschäden könnten durch den Piloten verhindert werden (s. Schadenminderungspflicht).

Bei irgend welchen Zweifeln an der Funktionsfähigkeit oder Reichweite in keinem Fall ein Modell Starten. Dies im Sinne der Betriebssicherheit für Modell und umstehende Personen, aber auch im Sinne der Schadenminderungspflicht.

Telefonische Auskünfte zur Technik: Geben wir telefonische Auskunft zu technischen Fragen oder Problemen eines Kunden mit unseren Produkten in dessen Funktionskette, können diese lediglich als Hinweise, nicht jedoch als Tatsache gewertet werden. Denn alle Auskünfte am Telefon beruhen grundsätzlich auf dem oder sind Folge auf das, was der Kunde uns sagt.

Voraussetzung für eine lösungsorientierte Telefonauskunft ist, dass der Kunde vorbereitet ist, die Bedienungsanleitung eines Produktes vorher intensiv gelesen, die Hinweise angewendet hat und analytisch vorgegangen ist.

Schadenminderungspflicht
Damit ist die Vorschrift gemeint, dass der Benutzer eines Produkts alles tun muss, dass der Schaden, der entstehen kann und für den der Hersteller letztlich haften müsste, so gering wie möglich gehalten werden muss.

Wenn also z.B. kein Reichweitentest gemacht wurde, obwohl dadurch ein Schaden hätte verhindert werden können, also die mögliche Schadenminderung nicht erfolgte, dann haftet der Kunde voll umfänglich nicht nur für seinen, sondern auch für mögliche Folgeschäden.

Das gilt auch für die Verhältnismäßigkeit der eingesetzten Mittel. Wenn ein Modell z.B. mehr als € 5.000.- kostet und z.B. an der Sicherheit der Empfangsanlage, also die im System max. mögliche  Sicherheit nicht ausgeschöpft wird, (z.B. Kopplung von Empfängern) und an der falschen Stelle  gespart wurde, dann wurde die Schadenminderungspflicht ebenso verletzt.

Verantwortung
Wir als als Hersteller empfehlen soweit möglich, Komponenten und Zubehörprodukte aus dem ACT Zubehörprogramm zu verwenden. Wir können nicht jedes einzelne Fremdprodukt beurteilen, ob es ohne Sicherheitsrisiko eingesetzt werden kann oder mit ACT-Komponenten zusammen funktioniert.

 Es sollte bewusst sein, dass immer und ausschließlich nur der Kunde für die gesamte Funktionskette verantwortlich sein kann.

Bedienungsanleitung lesen
Dies ist der häufigste Grund für unnötige Einsendungen und auch der ärgerlichste. Lesen Sie vor Einsendung eines Produktes einfach nochmals die Anleitung durch, um sicher zu gehen dass nicht ein Bedien- oder Verständnisfehler vorliegt. Oder reden Sie mit “Kollegen”, die Ihnen helfen können, unklare Vorgänge zu verstehen.

Bei der Fehlersuche analytisch vorgehen
Hier wird immer wieder deutlich, dass in der Kette der Fernsteuerteile auf die falsche Komponente als Fehlerquelle gesetzt wird. Manchmal sieht es für uns so aus, als ob Kunden automatisch auf den Empfänger “tippen”, wenn irgend welche Empfangsprobleme auftreten. Dabei wird vergessen den Sender, den Akku, die Servos, den Regler und die Quarze in Betracht zu ziehen.

Wir weisen darauf hin, dass unsere Garantiebestimmungen klar aussagen, dass bei eingesendeten Geräten ohne Fehler (ein Aufwand der nicht von ACT erzeugt wurde),  eine Bearbeitungsgebühr von € 20.- fällig wird.

Polung der Steckbuchsenleiste
Diese ist in der Anleitung erklärt, normalerweise ist der Impuls immer oben.

Fehlerbeschreibung
In jedem Fall benötigen wir eine Fehlerbeschreibung, diese sollte kurz, aber aussagekräftig sein. Hinweise wie: Wenn der Kreisel geht, dann geht er einwandfrei.....  sind leider nicht verwertbar.

Um Ihnen und uns den Vorgang “Reparaturen” zu erleichtern noch folgende Informationen :

Abschneiden von Kabeln
Wir haben nichts dagegen und auch noch nie etwas berechnet, wenn Fremdkabel vom Kunden selbst angebracht wurden, solange dies so gemacht wurde, dass es technisch in Ordnung ist. Kommen aber Geräte mit gänzlich abgeschnittenen Kabeln, nur weil der Kunde nicht zeigen will, dass er selbst andere Kabel angelötet oder überhaupt selbst gelötet hatte, wird der Aufwand für uns unerträglich. Helfen Sie uns und bringen Sie die alten Kabel wieder an, egal wie das aussieht, und alles ist in Ordnung. Bei abgeschnittenen Kabeln berechnen wir auf jeden Fall € 20.- zusätzliche Berbeitungsgebühr. Jeglicher  Garantie-Anspruch ist erloschen.

Gerät wurde vom Kunden geöffnet
Elektronik geht unsichtbar defekt, es ist im Gehäuse nichts zu sehen. Es ist daher völlig unnötig, eine Gerät zu öffnen. Der Kunde setzt sich dadurch nur dem Verdacht aus, selbst und unfachmännisch an der Elektronik irgend welche Defekte hervorgerufen zu haben. Wir berechnen  dann auf jeden Fall € 20.- zusätzliche Bearbeitungsgebühr.  Jeglicher Garantie-Anspruch ist erloschen.

Ganze Anlage einsenden
Ja, auch das ist in schwierigen Fällen manchmal notwendig, denn wir gehen davon aus, dass Sie von uns den wirklichen Fehler wissen wollen. Werden nur Teile (nur Empfänger) der Fernsteueranlage eingesendet, hat der Kunde schon vorab eine Fehleranalyse durchgeführt, die von uns nicht nachprüfbar ist, der tatsächliche Fehler kann von uns nicht beurteilt werden. Entsteht dadurch eine unnötige Überprüfung, erfolgt auf jeden Fall Berechnung von € 20.- zusätzliche Bearbeitungsgebühr.

Austauschpreise
Kommen Geräte zu uns, die z.B. durch Absturz total beschädigt sind (wirtschaftlicher Totalschaden), erhalten Sie von uns ein Angebot über ein Neugerät, solange das Gerät lieferbar ist.

Klettband
Häufig kommen Elektronik-Teile mit Klettband auf dem Gehäuse. So befestigt also der Kunde sein Gerät im Modell.  Dies ist für Elektronik jeglicher Art nicht die geeignete Befestigung in einem Flugmodell mit Verbrenner- oder Elektro-Motor und zeugt von etwas unfachmännischem und respektlosen Umgang mit der Fernsteuerung. Entsteht dadurch ein Fehler am Gerät, erfolgt auf jeden Fall Berechnung von € 20.- zusätzliche Berbeitungsgebühr.

Abisolieren oder abschneiden der Empfängerantenne
Man sollte es nicht glauben, aber dies ist sehr häufig festzustellen, auch bei 2,4GHz-Empfängern. Obwohl in der Anleitung explizit erwähnt ist, dass die Antenne nicht gekürzt werden darf, wird diese in der Länge sehr häufig ans Modell “angepasst”. Entsteht dadurch eine unnötige Überprüfung, erfolgt auf jeden Fall Berechnung von € 20 zusätzliche Berbeitungsgebühr.

Adresse innen ins Paket legen
Adresse außen am Paket geht oft verloren, wir können dann nicht mehr feststellen, wem das Gerät gehört.

Wir arbeiten nach dem Echoprinzip
Wie man in den Wald hinein schreit, so schallt es wieder heraus.... sagt das Sprichwort. Auch bei uns arbeiten nur Menschen, und vor Fehlern ist niemand ganz gefeit. Das sollte auch uns zugestanden werden, so wie wir es auch den Kunden zugestehen. Bei richtigem und empfohlenen Vorgehen (s.o.) werden Fehler in jedem Fall vor einem Flug gefunden. Wer sich allerdings im Ton vergreift und mit Drohungen arbeitet, sollte nicht unbedingt auch noch auf kulante Abwicklung hoffen. Dann arbeiten wir strikt nach Verursacherprinzip.

Diese Hinweise sollen helfen, weitere Abstürze zu verhindern, die Reparaturabwicklung zu vereinfachen und so gering wie möglich halten im Sinne aller Kunden von ACT. 

Achtung!
Werden Geräte getauscht zum Austauschpreis, dann bleibt das Altgerät bei uns und wird fachgerecht entsorgt.