S3D-Tips

Binding-Vorgang

Vorbereitung:
PPM Modulation (5-12) am Sender einstellen, Sender wieder ausschalten.

Dual Sendemodul einbauen und anschliessen. Sendeantennen 2,4GHz aufschrauben.

Jeder S3D 2,4Ghz Empfänger muß einmalig mit einem jeweiligen Sendermodul „gebunden“ werden. Zu diesem Vorgang wird im 10Kanal-Empfänger die Steck-Buchse 11 (AUX, keine Servobuchse) benutzt.  Für besseren Zugang im eingebauten Zustand kann ein Servo-Verlängerungskabel verwendet werden. Achtung! Brücke darf nur in diese Buchse eingesteckt werden. An anderen Servoausgängen Kurzschlussgefahr!!!. Im S3D 4, 6 und 8 ist zum binden  ein Tastschalter eingebaut.

Alle Antennen, Sender und Empfängerantennen, müssen angeschlossen sein, zur besseren Kontrolle können auch Servos am Empfänger angeschlossen sein.

Sowohl Sender- als auch Empfängerantennen sollten mit etwas Abstand (50cm) zueinander positioniert sein, zusammenstehende Antennen können den Binding-Prozess negativ beeinflussen. Die Antennen dürfen nicht berührt werden.

Binding:
Zunächst wird das Sendemodul in den Binding-Zustand versetzt. Dazu die Taste auf dem Sende-Modul drücken und gedrückt halten, dann Sender einschalten. Am Sendemodul beginnt eine der LEDs schnell zu blinken/flackern (grün), Taste wieder loslassen. Die LED flackert nun solange, bis vom Empfänger die Rückmeldung für den Abschluss des Bindings kommt und die LED in Dauerleuchten übergeht. 

Sind am Empfänger die beiden unteren Pins gebrückt oder der Taster gedrückt, kann dieser eingeschaltet werden. Die Brücke muß solange gesteckt bleiben bis der Vorgang erfolgreich beendet ist. Der Taster muß nur beim EIN-schalten gedrückt bleiben, dann einfach losslassen, der Binding Vorgang läuf weiter.

Der Empfänger sucht nun nach Binding-Signalen vom Sender. Dieser Such-Zustand bleibt solange erhalten, bis entweder die Steckbrücke wieder gezogen wird, der Sender in den Binding-Zustand versetzt wird und die Binding-Information sendet.

Hat der Empfänger die Binding Signale vom Sender erkannt, sendet er an das Sendemodul die Bestätigung zurück, dann leuchtet auch die zweite LED dauernd, das Flackern ist beendet. Nach dem Binding haben die LED derzeit keine Funktion mehr, eine LED wird unregelmäßig blinken.

Nach Abschluss des Binding Vorgangs die Brücke am Empfänger entfernen. Sender und Empfänger sind gebunden, der Empfänger „hört und versteht“ nur noch diesen Sender (bzw. S3D Duo-Modul). Der Vorgang muß nicht wiederholt werden, es sei denn es soll ein weiterer Empfänger mit dem Dual-Sendemodul gebunden werden.

U.U, kann es ein, dass der Binding-Vorgang mehrmals wiederholt werden muß bis er erfolgreich abgeschlossen werden kann. Bei vollem Senderakku mit 8 Zellen u.U. eventuell erst warten bis der Akku etwas niedrigere Spannung hat. Sobald Binding erfolgreich abgeschlossen wurde ist der Betrieb OK (halbes Binding gibt es nicht).  

Senderantennen
Das Dual-TX-Modul darf nicht ohne Senderantennen betrieben werden, dies könnte zu Defekten der Endstufen mit Reichweitenverlust führen.

Stromverbrauch Duo-Sendemodul
Dieser ist etwas höher als der eines normalen (modernen) 35MHz HF-Moduls, es sind ja auch 2 Endstufen mit 2 x 100mW in Betrieb. Die Betriebszeit des Senders kann sich um ca. 20%-50% reduzieren, je nach Sender/Senderakku. Die Endstufen im HF-Modul werden warm, das ist normal. Die Stromentnahme geschieht durch die 2,4GHz-Technik nicht mehr konstant, sondern "gepulst". Bei "altersschwachen" oder inaktiven Sender-Akkus kann es durchaus vorkommen, dass die Digitalanzeige im Senderdisplay "flackert". Dies ist ein Hinweis darauf, dass der Akku durch ein entsprechendes Akkupflegeprogramm im Ladegerät "re-aktiviert" werden muss. Mehrfaches Schnellladen und komplettes Entladen unter Hochlast kann den Akku ebenso wieder "aktivieren".

Achtung !!!
Bitte im Zweifel Laufzeit des Senderakkus mit dem Dual-TX-Modul vor dem ersten Flug überprüfen. Ni-MH Zellen in Mignonform, meist in MPX-Sendern wie Evo zu finden, sind manchmal etwas schwach bzw. inaktiv und sollten „aktiviert“ werden durch ein Akkupflegeprogramm. Diese sind in den meisten Schnellladegeräten vorhanden.  Sicherstellen, dass die Spannung des eventuell "alterschwachen" Senderakkus nicht plötzlich im Betrieb zusammenbricht.

Spannungsbereich Dual TX-Modul
Die Betriebsspannung des Sendermoduls beträgt 6V - 12V, die interne Arbeitsspannung beträgt 3,3V. Das Modul ist mit einem Step-Down-Regler ausgestattet, damit die Reduzierung der jeweils verwendeten Spannung (Sender mit 6-8 Zellen Nicad/NiMh oder 2-3 Lipozellen) nicht zu Energieverlusten (Verlustleistung) führt. Betrieb mit mehr als 12V (3 Zellen Lipo) kann (muß nicht) zu Defekten führen, eine eingebaute Sicherung wird dann zerstört, mehr nicht. Wir können das Modul entsprechend umbauen für Betrieb mit 3 Lipozellen.

Temperatur Sendemodul
Dieses wird heiß, je nach Empfinden sogar sehr heiß. Das ist völlig normal, die Endstufen entwickeln im Betrieb bis zu 100Grad C. Das Iist kein Mangel, dafür sind die Endstufen ausgelegt. Viele WLan-Router sitzen an schlecht belüfteteten Plätzen im Raum, Staub kommt of noch dazu, das muß so ein “Teil”, ist also Alltagsbetrieb. Man kann auch sagen, wenn die Endstufen nicht heiß werden, dann stimmt was nicht.......

Senderantennen
Nach nun 2 Jahren in der harten Praxisgab es in wenigen Fällen mechanische Probleme. Die Antennen sind dreh- und knickbar. Vorgesehen sind die Antennen eigentlich für die Benutzung an WLan Routern. Dort wird aber njcht ständig geschraubt oder geschwenkt. Gerade das Aufschrauben von Antennen kann bei falschem Ansetzen zu “Verklemmungen” führen, das Antennengewinde geht dann defekt mit Spanabhub. Dieser kann zu Kurzschluss mit Zerstörung der Endstufen führen. Wir empfehlen daher vor allem die Antennen nicht ständig an- oder abzschrauben und abknicken soweit möglich zu vermeiden.

Einstellen von Fail Safe. Während des Normalbetriebs am Empfänger die Steckbrücke für Binding setzen. 10sec warten, dann diejenigen Knüppel/Geber bewegen und auf eine Positionen stellen, die für den Fail Safe-Fall eingenommen werden soll. Dann Steckbrücke abziehen. Es wird die Position als Fail Safe Position eingestellt, welche die Knüppel beim abziehen der Steckbrücke eingenommen haben. Alle Geber, die während des Vorgangs nicht bewegt wurden, nehmen "Hold" als Stellung für den Störungsfall ein. Zum Test Sender aus/einschalten. Diese Einstellung kann auch per PC oder Palm vorgenommen werden.

Reset von Fail Safe: Dazu einfach den Vorgang starten ohne die Knüppel zu bewegen und innerhalb 10sec den Jumper ziehen (oder Taster loslassen).

Servoauflösung, Ausgabegeschwindigkeit
Diese ist beim S3D-System ca. 4 x höher bzw. schneller als bei bisherigen 35MHz Systemen. Dadurch werden die Servos kräftiger, aber vor allem um den Nullpunkt herum genauer. Es kann vorkommen, dass Servos älterer Bauart leicht brummen oder zittern um den Nullpunkt. Die Größenordnung ist zwar gering und in der Praxis ohne Auswirkung, aber es zeigt, dass das Servo eine geringe Auflösung besitzt. Nach den Erfahrungen von nun mehreren tausend Systemen ist der Effekt bei unseren Kunden, die das System in der rauhen Praxis einsetzen, offensichtlich kein Problem oder zumindest verschwindend gering.

Den “Effekt” könnte man zwar ändern, best. Hersteller, die viel in Internet-Foren mitlesen, bieten hier sogar Umschalter für (alte) Servos an. Es wird dabei allerdings verschwiegen, dass 1) die Servos im Nullpunkt weniger Kraft oder weniger Auflösung haben , und 2.) das Gesamstsystem langsamer und weniger sicherer wird.

Wir werden hier im Sinne unserer Kunden nicht kurzsichtig tätig, denn an der Sicherheit und Performance werden wir nichts zurückschrauben. Ausserdem verbaut man dem System zukünftige Möglichkeiten, wenn diese Dinge für alte Servos weiter berücksichtigt werden müssen. Es wäre sicher einfacher da im allgemeinen Strom mitzuschwimmen und technisch unsinnige Dinge zu machen, nur um Kunden zu beruhigen, aber eben auch zu täuschen. Aus unserer Sicht ist da das generell bei Digital-Servos vorhandene Servobrummen, welches überall akzeptiert wird, ein viel größeres Problem.

Reichweitentest
Hier sind mit 2,4GHz einige Dinge zu beachten, will man zu vergleichbaren Ergebnissen kommen.

  • Modell mindestens in 1 m Höhe, auf Holz oder anderen nicht reflektierenden Gegenständen
  • Antennenausrichtung im Modell für Reichweitentest anordnen, beide 3cm Antennen ausserhalb des Modells, senkrecht nach oben, Abstand mind. 20cm.
  • Ausrichtung 90Grad zur Testrichtung (nicht hintereinander)
  • Sender beim Pilot, mind. 1m Höhe, Sender-Antennen-Ausrichtung beide Antennen senkrecht nach oben.
  • Keine Gegenstände oder Körper zwischen Sender- und Empfängerantennen.

Der Pilot entfernt sich so vom Modell und drückt zeitweise die “Binding” Taste, steuert dabei. Ideal ist hier ein Servotestprogramm im Sender. Die Servos sollten ruckfrei arbeiten und die Ruder antreiben. Ergeben sich größere Unterbrechungen oder Servorucken, ist die Reichweitengrenze erreicht.

Nur unter den oben beschriebenen Bedingungen werden vergleichbare und verwertbare Ergebnisse erzielt.

Die Reichweite bei gedrückter Taste sollte unter den oben beschriebenen Bedingungen mind. 60-80m betragen.

Die Tests sollten immer an der selben Stelle im Gelände unternommen werden, um immer unter den selben Geländebedingungen zu arbeiten. Ausserdem muss berücksichtigt werden, dass es durch Wetter, Feuchtigkeit usw. auch unterschiedliche Ergebnisse geben kann.

Modell am Boden ist der “worst case” und bringt keinerlei vergleichbare Ergebnise.

Zum praktischen Betrieb im Flug dann die Empfängerantennen (3cm) 90 Grad versetzt anordnen, je größer der Abstand desto besser. Die Senderantennen um ca. 30-45Grad nach aussen und leicht nach hinten neigen. Nie mit den Sendeantennen aufs Modell “zielen”.

Auslesen und programmieren der Empfänger
Derzeit gibt es ein Programm für den PC, welches mit dem Palm-Emulator läuft. Dazu wird entweder das serielle- oder das USB-Interface am Empfänger angeschlossen.

Dieses Programm läuft auch kabellos auf einem Palm und wird über die Irda-Schnittstelle am Empfänger angeschlossen.

Vorgang:
Erst Palm-Emulator (POSE) auf den PC installieren. Download hier:
POSE

Dann Palm-Programm TWNLNKXF.prc auf dem Emulator oder über HotSync auf dem Palm installieren (Pam-Anleitung). Download hier:S3DTWIN LINK Programm

Anleitung für POSE und Installation hier

Achtung!!!: Es muß unbedingt das neue Palm-Programm TWIN LINK für S3D verwendet werden. Die bisherigen Palm-Programme für DSL-Empfänger arbeiten nicht mit dem S3D-System. Das Programm DDS-10tool, wie schon der Name sagt, arbeitet ebenso nicht mit dem S3D-System. Das S3D-Irda Interface arbeitet nur mit S3D-Empfängern.

Anleitung S3D