Rund ums S3D-System
Design S3D compatible Servos+S3D Senderanzeige flackert Reichweitentest
Anlaufprozess Servos

Tuning-Antennen
Oft werden wir gefragt, warum wir diese hier darstellen und ob diese tatsächlich benötigt werden. Auch unter dem Aspekt, dass wir ja auch zwei Empfänger koppeln können und damit 4 Antennen in Betrieb sind. Nun, je mehr praktische Erfahrungen vorliegen mit dem S3D-System, je mehr wird klar, dass unser System so hohe Reserven hat, dass man für Normal-Anwendungen bis hin zum normalen Jet mit den Standard-Antennen auskommt. Wir haben aber auch viele Kunden mit zulassungspflichtigen Flugmodellen wie z.B. Peter Michel mit dem Airbus A380, und da empfehlen wir einfach alle Systemreserven auszunützen. Insgesamt ist der Einsatz jedoch nur in Sonderfällen wirklich nötig.

Die Sichtverbindung zwischen Sende- und Empfangsantennen ist wichtig, zumindest jenseits von Flugradien von 700-800m. Bei geringeren Entfernungen geht auch ein Verlegen der normalen 3cm-Antennenspitzen im Rumpf, wenn dieser nicht aus Kohle besteht und die Antennen (die letzten 3cm der Antenne) 5cm weit weg von Drähten und elektrischen Leitern liegen.

Wichtige Empfangsverbesserungen entstehen durch die Kopplung von 2 x S3D-DSL-Empfängern, weil damit fehlende Signale durch den jeweils anderen Empfänger kompensiert werden.

Das “Tuning” der Normalantennen besteht aus einem sog. Dipol aus Messingrohr, die Antenne wird dadurch zur Lambda-halbe-Antenne. Aus jeder Standard-Antennne kann so auf einfachste Weise eine “Tuning-Antenne” hergestellt werden. Der Vorteil liegt bei ca. 30%. Aber, das muß nicht immer ein Vorteil sein, wenn der Empfänger alles, was auf 2,4GHz sendet, aus einem noch größeren Radius empfängt. Manche gelinde gesagt “einfachen” System erkennt man an solchen Antennen, denn werden diese gebraucht, hat das System offensichtlich wenig Sicherheitsreserven.

Zur Herstellung der Tuningantenne aus der Normalantenne wird einfach wie in Zeichnung dargestellt, die Kabel-Hülle um 3mm gekürzt, die Abschirmung etwas gelockert und nach hinten gebogen, dann über die Antennenseele ein Kupferrohr 4x0,5,geschoben und an die Abschirmung gelötet. Antennenseele auf die entsprechende Länge kürzen.

 

 

 

Die Tuningantennen werden wir ab sofort nicht mehr anbieten.
 

Verlängern von Empfängerantennen
Wir bieten bisher Antennen-Verlängerungskabel an, auch längere Einzelantennen. Die jetzt vorhandene Erfahrung zeigt, dass beim S3D-System die Verlängerung der Antennen selten wirkliche Vorteile bringt. Die Voll-Duplex-Diversity-Technik im Empfänger, zusammen mit den 2 Sendeantennen, ergibt so überragende Empfangseigenschaften, dass eine Verlängerung nicht notwendig ist. Nur in ganz schwierigen Einbaugegebenheiten oder bei riesigen Modellen kann es überhaupt sinnvoll sein, die 3cm Antennen weit nach aussen zu verlegen.

Grundsätzlich gilt natürlich, dass längere Antennenzuleitungen auch die Signalstärke “dämpfen”, der mögliche Vorteil wird dadurch meist wieder egalisiert.

Die Antennenverlängerungen werden wir ab sofort nicht mehr anbieten.

Antennenverschleiß
Nach nun mehr als 3 Jahren werden die ersten mechanischen Schwachstellen sichtbar..... Wir belasten unsere Sendeantennen im Grund ja etwas “Artfremd”. Solche Antenne sind gebaut für WLan-Router. Dort werden die Antennen einmal aufgeschraubt und abgewinkelt, das wars.....

Am Fernsteuersender werden die Antennen häufig geknickt und oft auch jedes Mal abgeschraubt/angeschraubt. Wir hatten nun die ersten Antenne, bei denen die Zuführung zur Antenne im Antennenknick gebrochen war, was zu Masseschluß geführt hat und damit zu “0” Abstrahlung.

Wir empfehlen daher die Antennen so wenig wie möglich zu knicken und auch ab und zu zu kontrollieren. Man kann im Antennenknick schnell erkennen, ob die Kabel einen Bogen beschreiben oder abgeknickt sind.

Das Selbe gilt für die Antennengewinde. Auch hier sollte ab und zu eine Kontrolle erfolgen, denn es entsteht oft Goldabrieb im Gewinde, der einen Übergangswiderstand zur Folge haben kann.

Die beste Kontrolle ist, wie gehabt, ein Reichweitentest. Nach Vorschrift sollte dieser eh vor jedem ersten Flug eines Flugtags erfolgen , dann werden Antennendefekte in jedem Fall rechtzeitig entdeckt.

Auch wenn das Beschriebene sehr wenig vorkommt, Kontrolle ist gut.....

April 2011

 

Warum 2 Sendeantennen, Futaba hat das doch auch nicht ?
Diese Frage hören wir häufig und ist sehr einfach zu erklären.

               2 Sendeantennen sind einfach besser und sicherer.......

Die Vorteile kommen dann voll zum tragen, wenn alle RC-Piloten am Platz mit 2,4Ghz fliegen. ACT Piloten mit dem S3D-Dual-System werden dann erkennen, dass Sie eine zukunftsweisende Entscheidung getroffen haben.......


Ausserdem ergeben sich erhebliche Vorteile speziell für Fernsteuerbetrieb, weil es doch häufig vorkommen kann, dass sich andere Piloten vor dem eigenen Sender aufhalten. Und auch wenn Futaba das nicht hat, ist das für uns kein Maßstab, hier zählt für uns maximale Betriebssicherheit. Die richtige Frage wäre da, warum Futaba und andere das nicht haben. Hersteller von Wlan-Routern mit 2 oder mehr Senderantennen bieten das sicher nicht an, um sich mit billigeren WLan-Routern mit nur einer Antenne zu vergleichen. Wer auf der Datenautobahn schnell und sicher unterwegs sein will, benötigt die Technologie, die hinter den 2 Antennen steckt. Die Vorteile kommen also vor allem dann zum tragen, wenn viele Piloten gleichzeitig 2,4Ghz einsetzen und Sichthindernisse auftreten können.

Passend zum Thema die Frage, warum haben Menschen zwei Augen ......?

Dazu passend auch das Thema Design
Häufig hören wir die “verständliche” Meinung, dass zwei Antennen nicht gut aussehen am Sender (wir hören aber auch genau das Gegenteil...). Das ist natürlich insgesamt ein etwas schwieriges Thema, denn da geht es ja sehr stark um persönlichen Geschmack und persönliche Vorlieben. Da möchten wir keinem Kunden seine persönliche Meinung absprechen. Es gibt aber eben bestimmte physikalische Vorgaben, die kein Hersteller umgehen kann.

Daher auch unsere Aussage: Design follows physics = die Physik schreibt das Design vor.


Wir finden so ganz schlecht sehen die 2-Antennen am Sender gar nicht aus, außerdem muss kein Koffer oder kein Pult zerschnitten werden und der Sender bleibt auch zum Transport praktisch gut handhabbar.

Wer die Physik kennt und dadurch die eminenten Vorteile für die Sicherheit der Übertragungsstrecke einschätzen kann, der weiß warum wir zwei Antennen haben und warum diese vorne am Sender angebracht sind.

 

Mit etwas “gewöhnungsbedürftigem” Design sind wir in guter Gesellschaft, denn selbst der weltweite Marktführer für RC-Systeme kann sich der Physik nur auf Werbebildern entziehen, in der Praxis muss auch dort die Sendeantenne für beste Betriebssicherheit nach der “Physik” ausgerichtet werden.....

 Ob das dann besser aussieht ..........?

 

 

 

Kompatibilität 2,4GHz

Kein 2,4GHz System versteht das andere. Eine einmal getroffene Produkt-Entscheidung bindet den Kunden an einen best. Hersteller.

Wir halten dies nicht für optimal, denn das ist sicher weder kundenfreundlich noch sinnvoll. Viele Gespräche mit Kunden bestärken uns in dieser Auffassung.

So gehen wir davon aus, dass sich gerade in einem durch Internet und neuen Medien äusserst gut informierten Markt mittel- und langfristig nur kundenfreundliche Lösungen durchsetzen werden. Alles Andere würde ja firmenfremde, gute Lösungen und Ideen ausschließen, würde zu weniger Produktvielfalt führen, und das ist definitiv nicht kundenfreundlich.

„Herstellermärkte“ gibt es aus unserer Sicht im Konsumerbereich heute nicht mehr, die Kunden bestimmen.........

Um dieses Endziel, kundenfreundliche Produkte bzw. Kompatibilität zu erreichen, haben wir unser System auch anderen Herstellern angeboten. Damit ermöglichen wir unsere Übertragungsstrecke kompatibel zu nutzen, trotzdem kann jeder Hersteller eigene Lösungen und Angebote für Sender und Empfänger anbieten.

Unsere System funktioniert nachweislich hervorragend, bietet noch sehr viele bisher nicht genutzte Möglichkeiten, hat eine für kommende Normen wichtige Rückstrecke und verwendet die am häufigsten eingesetzten und damit wirtschaftlichen 2,4Ghz Chips.

Im Ergebnis wird es unterschiedliche Sender und Empfänger von verschiedenen Herstellern geben, jeder Hersteller mit seinen eigenen Ideen und Vorteilen, aber diese werden sich Hersteller-übergreifend über die S3D-Übertragungsstrecke verstehen. Kunden sind nicht gebunden, sondern können frei wählen, wo sie den Sender und wo den Empfänger dazu kaufen. Das Ganze wird eine Vielfalt von Produkten ermöglichen, die einzelne, dominierende Hersteller niemals erzeugen können. Wir sind davon überzeugt, dass Kunden ein sehr gutes Gefühl dafür haben,  wo kundenfreundliche Lösungen im Vordergrund stehen und wo nicht.

In einem zweiten Schritt werden wir sicher auch Empfänger und Senderlösungen anbieten, die nicht nur S3D kompatibel sind, sondern mit Empfängern oder Sendern anderer Anbieter arbeiten. Wir gestalten schon jetzt die Hardware so, dass sie später in den meisten Fällen per Software-update auf die neue Situation eingestellt werden kann, ohne dass wieder alles neu angeschafft werden muß.

Es werden also in Zukunft nicht nur von ACT, sondern auch von anderen Herstellern S3D kompatible 2,4GHz Produkte angeboten, um die oben beschriebenen Ziele zu erreichen. Schauen Sie nach dem Logo „S3D compatible“.

 

 

 

 

“Sogenannte Servoprobleme”

Manchmal bekommen wir Anfragen von Kunden was es damit auf sich hat, wenn in Foren über sog. “Servoprobleme” gesprochen wird.

Um es genau so ungenau zu sagen wie die Fragestellung - diese “Probleme” gibt es so nicht......

Viele Servos zittern und brummen, ganz ohne äußere Ursache, meist eben Servos mit schlechter Auflösung.

Seit langem gibt es Piezo-Kreisel von Futaba oder ACT, daran arbeiten auf jeden Fall alle Futaba-Servos. Manche Graupner Servos, oder auch Analogservos “einfacherer Herkunft” oder großen Alters arbeiten daran nicht richtig, die finden nicht richtig den Nullpunkt oder brummen etwas in der Mittelstellung. Eine der Ursachen dafür ist die “schnellere” Servosignalausgabe des Kreisels von ca. 14ms. Und natürlich eine geringe Servoauflösung des Servos.

Interessanterweise kann das Futaba Servos überhaupt nichts anhaben, denn die sind dafür schon immer gebaut, das Futaba PCM System hatte auch schon eine “schnellere” Servoausgabe.

Das selbe “Problem” kann nun natürlich passieren, wenn schon der Empfänger wie bei allen 2,4GHz Systemen schnellere Servosignale ausgibt. Nur, das ist ja neben der höheren Sicherheit gerade einer der ganz grossen Vorteile gerade vom S3D-System.

Fast alle Kunden berichten davon, dass sich das Modell nun viel direkter steuern lässt, viel genauer anfühlt. Das kommt ausschliesslich von der schnelleren Servoansteuerung, die Servos können nun Leistungen und Präzision entwickeln die vorher gar nicht möglich war.

Die Info in Foren ist da unvollständig, denn die Ursache liegt eben nicht alleine an der Servosignalausgabe. Alle Sender “jittern” um den Nullpunkt. Wer seinen Simulator abgleicht am PC kann das sehr schön an den “wackeligen Balkendiagrammen” sehen. Und da sind eben nicht alle alle Sender gleich, auch nicht innerhalb einer gleichen Marke oder Serie oder Typ. Es gibt Sender mit starkem Jitter, und Sender mit geringem Jitter. Bei starkem Jitter wird das Servo viel mehr zum “Brummen” angeregt als bei Sendern mit schwachem Jitter. Da geht dann die Servoauflösung ein, schlechte Auflösung = mehr Jitterprobleme. Das Ganze ist dann zusätzlich auch noch von der Empfänger/Servostromversorgung bzw. vom Innenwiderstand des E-Akkus oder BEC abhängig. Des weiteren trifft das auch nicht auf alle Servos einer Serie zu, wir haben z.B. viele Servos 4041 JR im Einsatz. Prima Servos. Diese sollen das Problem haben. Wir können es nicht feststellen.....

Von daher ist es auch sinnlos eine Servoliste anzufertigen. Man kann nur generell sagen, dass generell Digital-Servos und alle Futaba-Servos, ob analog oder digital, praktisch nie Probleme haben, genau so wenig wie alle Hitec, JR und viele billige Digital-Servos. bei Analogservos laufen die allermeisten Typen problemlos. Da es aber seit ca. 40 Jahren Servos mit gleicher Ansteuer-Technik gibt, ausserdem tausende “Billig-Servos” aus Fernost, ist es praktisch unmöglich für alle vorhandenen Servos im Markt aus allen Quellen der letzten 40 Jahre kompatibel zu sein.

Es gibt aber einen groben Test. Man nimmt den Knüppel auf Vollausschlag und lässt ihn einfach los, er wird dann kurz hin- und her pendeln. Wenn danach das Servo seinen Nullpunkt nicht findet ist Vorsicht geboten. Das aber dann bitte auch mal mit einem anderen Sender und richtiger Stromversorgung probieren.

Manche Kunden fragen dann, ob wir das nicht beseitigen könnten, Empfänger anderer Hersteller kann man ja Umstellen auf alte “Geschwindigkeit”. Leider wird da oft die Info vergessen, dass damit nicht nur die Servoperformance wieder schlechter wird, sondern auch die Sicherheit des Systems, denn man wertet ja dann auch weniger Steuersignale vom Sender aus.

Abhilfe wäre zunächst mal einen anderen Sender testweise zu benutzen (z.B. von Kollegen), und die Stromversorgung zu prüfen, um das “Problem” ursächlich zu verifizieren.

Die Stromversorgung hat einen großen Einfluss auf diesen “Effekt”. Vor allem wenn Akkus mit hohem Innenwiderstand verwendet werden. Hier passiert dann ein Zusammenspiel wie eine Art Schneeball-Effekt von Senderjitter und Spannungseinbrüchen, denn der Jitter lässt die Servos kurz anlaufen, das erzeugt einen Spannungseinbruch, und das wiederum erzeugt wieder ein kurzes Anlaufen der Servos, usw., usw., ..... Und das Alles unabhänig von der schnelleren Ansteuerzeit bei 2,4GHz-Systemen. 

Das neue Universal-TX-Modul S16T kann umgeschaltet werden von 14ms auf 21ms Ausgabezeit am Empfänger. Damit ist das Alles dann kein Problem mehr, aber der Vorteil der besseren Servostellgenauigkeit und höheren Anlaufkraft geht wieder verloren.......

Ob dann der “Servoeffekt” beseitigt ist ?

 

Akkuspannungsanzeige im Sender flackert.

Richtig, steht in der Anleitung vom Sendemodul..... sollte also eigentlich nicht zur Rückfragen führen :-).

Auszug aus der Anleitung:

Stromverbrauch Duo-Sendemodul
Dieser ist etwas höher als der eines normalen (modernen) 35MHz HF-Moduls, es sind ja auch 2 Endstufen mit 2 x 100mW in Betrieb. Die Betriebszeit des Senders kann sich um ca. 20%-50% reduzieren, je nach Sender/Senderakku. Die Endstufen im HF-Modul werden warm, das ist normal. Die Stromentnahme geschieht durch die 2,4GHz-Technik nicht mehr konstant, sondern "gepulst". Bei "altersschwachen" oder inaktiven Sender-Akkus kann es durchaus vorkommen, dass die Digitalanzeige im Senderdisplay "flackert". Dies ist ein Hinweis darauf, dass der Akku durch ein entsprechendes Akkupflegeprogramm im Ladegerät "re-aktiviert" werden muss. Mehrfaches Schnellladen und komplettes Entladen unter Hochlast kann den Akku ebenso wieder "aktivieren".

Achtung !!! Bitte im Zweifel Laufzeit des Senderakkus mit dem Dual-TX-Modul vor dem ersten Flug überprüfen. Ni-MH Zellen in Mignonform, meist in MPX-Sendern wie z.B. Evo zu finden, sind manchmal etwas schwach bzw. inaktiv und sollten „aktiviert“ werden durch ein Akkupflegeprogramm. Diese sind in den meisten Schnellladegeräten vorhanden. Sicherstellen, dass die Spannung des eventuell "altersschwachen" Senderakkus nicht plötzlich im Betrieb zusammenbricht.

Also auch hier ist vor allem der verwendete Akku eine entscheidende Kenngröße. Deshalb ist der “Effekt” auch vor allem bei Handsendern sichtbar, die haben meistens sehr kleine Akkus.

Generell gilt : Es hat nichts mit der Funktion oder Sicherheit des Moduls zu tun, wir würden es aus dieser Sicht vielleicht als Schönheitsfehler betrachten.

Das Flackern hat einen sicherheitstechnischen Vorteil: Solange die Anzeige flackert ist sind beide Endstufen OK. Würde eine Endstufe ausfallen (was bisher noch nie passiert ist), dann wäre der entnommene Strom geringer und das “Flackern” der Anzeige nicht vorhanden.

Abhilfen an der Ursache:
Hochstromakku, also Akkus mit niedrigem Innenwiderstand verwenden. Vor allem keine billigen Mignonzellen einsetzen. Auch Sender mit Eneloop-Zellen zeigen den Effekt sehr deutlich.

Abhilfe, wenn kein anderer Akku eingesetzt werden kann:
Pufferkondensator, am besten Powerkondensator 4800uF, zwischen plus und Minusleitung schalten, der “Effekt” kann damit meist fast vollständig “unterdrückt” werden.

Abhilfe 2: Telemetrie-Modul nutzen. Dieses hat einen sehr geringen Stromverbrauch (ca.50% geringer), die neuen Endstufen sind erheblich effizienter, natürlich bei gleicher Ausgangsleistung.

 

Information: Anlauf-Verhalten von 2,4 GHz-REmpfängern und Fail Safe für Telemetrie-Empfänger
Die Einstellung von Fail Safe bei unseren Telemetrie-Empfängern unterscheidet sich zwar nur geringfügig von den bisherigen S3D-Empfängern, trotzdem sollten ein paar neue Punkte beachtet werden.

Der Übergang zur Fail Safe-Programmierung geht schneller, der Vorgang startet schon nach einer Wartezeit von 3 sek. (bisher 10 sec.) nach dem Drücken des Binding Taster oder dem Stecken der Binding-Brücke.

Das bedeutet für den S3D-10T (da wird mit der Steckbrücke gearbeitet), dass dann diese auch zügig nach dem Binden abgezogen werden sollte, sonst startet u.U. schon der Fail Safe Programmiervorgang und es könnten schon ungewollt Fail Safe Positionen abgespeichert werden. Das bedeutet auch, dass man tatsächlich wartet bis die Servos „unter Strom stehen“, die Steckbrücke abgezogen wurde und die LED durch normales Blinken (1xsec) Betriebsbereitschaft meldet.

Erst dann sollten die ersten Knüppelausschläge durchgeführt werden.

Neu ist, dass die Fail Safe Positionen nach 15sec. nicht mehr angesteuert werden, also keine Servosignale mehr an die Servos weiter gegeben werden. Damit kann verhindert werden, dass nach einem Absturz die Servos mit Gewalt in eine bestimmte Position „drücken“, obwohl das Ruder klemmt. Da sind schon oft Servos abgeraucht, oder sogar Feuer entstanden, vor allem bei Jetabstürzen.

Fail Safe Test
Für den Fail Safe Test geht man vor wie gewohnt, man schaltet das Sendemodul aus und dann wieder ein.

Beim Telemetrie-System dauert nun dieser Vorgang etwas länger als bisher gewohnt, denn durch den kompletten Neustart des TX-Moduls mit dem gesamten Rückstreckensystem werden dort alle systeminternen Prüfroutinen komplett durchlaufen und erst wenn über die Rückstrecke alles als richtig und logisch erkannt wurde, werden wieder Stellungsinformationen an die Servos weitergegeben und damit kommen die Servos aus der Fail Safe Position zurück.

Das hat nichts zu tun mit der Zeit beim Zurückkommen des Systems aus einer Störung. Da ist ja das Sendemodul voll im Betrieb und macht keinen Hochlaufprozess durch. Das System ist sofort nach Beendigung einer Störung wieder im Betrieb.

Auch wenn es im normalen Betrieb des S3D-Systems kaum vorkommt, dass man die Fail Safe Positionen benötigt ist es aus unserer Sicht fahrlässig z.B. einen Jet zu fliegen, ohne vorher Fail Safe Positionen, zumindest für die Turbine, eingestellt zu haben. Bei Veranstaltungen in den USA muss das jeder Jet-Pilot nachweisen, sonst darf er nicht starten.

 

Reichweitentest bei Telemetrie-Sendemdul
Sendantennen abschrauben, dies ist mit den modernen Endstufen kein Problem. Eine Betriebszeit von 30 min. ohne Antennen sollte jedoch nicht überschritten werden. Der Pilot entfernt sich vom Modell und steuert dabei. Ideal ist hier ein Servotestprogramm im Sender. Die Servos sollten ruckfrei arbeiten und die Ruder antreiben. Ergeben sich größere Unterbrechungen oder Servorucken, ist die Reichweitengrenze erreicht.

Nur unter den oben beschriebenen Bedingungen werden vergleichbare und verwertbare Ergebnisse erzielt.

Die Reichweite bei gedrückter Taste sollte unter den oben beschriebenen Bedingungen mind. 60-80m betragen. Das ist bewußt weniger als beim froüheren S3D-Modul ohne Antenne, ist also im Vergleich kein fehler sondern genau richtig.

Achtung Rückstrecke! Ganz generell hat die Hinstrecke nichts mit der Rückstrecke zu tun. Die Hinstrecke (Steuerstrecke) wird immer priorisiert, es wird durchaus vorkommen, dass die Telemetrie-Anzeige kurzzeitig keine Daten bekommt. Das ist kein Indiz dafür, dass die Hinstrecke unterbrochen ist. Die Telemetrie-Rückstrecke ist aus gutem Grund einfach schwächer als die „Hinstrecke“. Unterbrechung der Rückstrecke ist auch dann möglich, wenn viele 2,4GHz Fernsteuerungen in der Nähe gleichzeitig eingeschaltet sind und das eigene Modell weit entfernt ist.