Propellersteigung/Vortrieb
Tabelle Prop./Vortrieb als pdf

Mit dieser Tabelle kann aus der Drehzahl und der Steigung des Propellers die (theoretische) Vortriebsgeschwindigkeit abgelesen werden, die der Propeller erzeugt. Da viele Propellerangaben nicht der tatsächlichen Steigung des Propellers entsprechen, sind die Werte als annähernd zu betrachten. Ausserdem ist die Darstellung prinzipiell/physikalisch nicht ganz richtig. Trotzdem ergibt sich aber ein für die Praxis nützliches Ergebnis, und darum geht es.

Über die erzielbare Vortriebsgeschwindigkeit kann beurteilt werden, ob der Propeller die nötige Wirkung entwickelt, das Modell nach oben zu ziehen. Dabei gilt bei Dirketantrieb, daß die Vortriebsgeschwindigkeit mind. doppelt so hoch sein soll wie die Fluggeschwindigkeit. Bei Getriebeantrieben sollte die Vortriebsgeschwindigkeit mind. 50% höher sein als die Fluggeschwindigkeit des Modells (Vortriebsüberschuß). Diese Angaben können noch variieren durch das Flügelprofil. Ein dünnes, schnelles oder vollsysmmetrisches Profil benötigt einen höheren Vortriebsüberschuß als ein dickes, langsames oder stark tragendes Profil. Auch der Rumpfquerschnitt (Widerstand) hat einen Einfluß auf das Praxisergebnis. Ein dicker Rumpf "frißt" sehr viel Standschub und Vortriebsgeschwindigkeit, daher müssen in diesem Fall beide Werte höher angesetzt werden um zu vernünftigen Ergebnissen zu kommen.

Es ist aus dem reinen Standschub nicht auszurechnen, ob das Modell mit einem best. Propeller auch genügend Vortrieb hat, denn wenn bei einem Fluggewicht von 3 kg der Standschub 3Kg beträgt, die minimal notwendige Fluggeschwindigkeit ca. 30km/h, die Vortriebsgeschwindigkeit aber nur 25km/h ist, dann erzeugt der Propeller im Flug keinen Schub mehr, er bremst sogar ab. Standschub und Vortriebsgeschwindigkeit müssen also zum Modell passen.

Ein leichtes Modell mit stark tragendem Profil benötigt relativ wenig Standschub und Vortriebsüberschuß, ein relativ schweres Modell mit wenig tragendem oder vollsymmetrischem Profil benötigt relativ mehr Standschub (und auch hohen Vortriebsüberschuß).