![]() |
||||||
![]() |
||||||
|
DSQ-Technik bedeutet:
Technische Hintergründe: |
||||||
|
Die Bezeichnung “Doppelsuper” steht für die “Doppelsuperhet-Technik”. Jeder heutige Empfänger benutzt die sog. Superhet-Technik. Dabei wird im Empfänger das Nutzsignal durch Überlagerung (Superhet) der Sende-Frequenz mit der Quarzfrequenz (Steckquarz) des Empfängers das eigentliche Informationssignal aus dem empfangenen, hochfrequentem Signal (HF-Signal) durch mehrfache Filterung in ein niederfrequentes, verarbeitbares (NF)Signal gewandelt. Sendefrequenz und Empfängerquarzfrequenz müssen dabei immer unterschiedlich sein. Dieser Frequenz-Unterschied ist die sog. ZF (Zwischenfrequenz). Bei sog. “Einfachsuper-Empfängern” beträgt der Unterschied (ZF) zwischen Senderfrequenz und Empfängerquarzfrequenz 455Khz, eine Angabe bzw. eine Differenz zur Sendefrequenz (ZF), die auf manchen Empfängerquarzen steht, die aufgedruckte Empfängerquarzfrequenz liegt dann um 455KHz niedriger. In diesem Fall wird im Empfänger die Sendefrequenz einmal in einer Empfangsstufe “überlagert”, deshalb der Begriff “Einfachsuper-Empfänger” (alle Empfänger die nicht Doppelsuper-Empfänger sind). Bei Doppelsuper-Empfängern wird die Sendefrequenz in zwei “Überlagerungs-Stufen” bearbeitet und gefiltert. In der ersten Stufe sitzt der Wechselquarz, dabei wird für diesen meistens die äußerst bewährte 10,7Mhz ZF-Frequenz benutzt. D.h., der Empfängerquarz schwingt dabei um 10,7 MHz tiefer als die Sendefrequenz. Diese Überlagerungsfrequenz hat sich in allen Funkanwendungen seit Jahrzehnten bewährt, wird nach wie vor angewendet, und es gibt in Großserie hergestellte Bauteile und Filter in bester Qualität. In der zweiten Überlagerungsstufe wird dann wieder mit der 455Khz tieferen ZF ohne Wechselquarz gearbeitet, um das Signal zu filtern. Im Ergebnis erreicht man so eine weitaus bessere Signalgüte, Störungen jeder Art sind viel besser ausgeblendet, die nutzbare Reichweite und die Trennschärfe steigen erheblich. Es gibt auch Hersteller, die als “erste ZF” eine selbst bestimmte Frequenz, meist so um die 3,5Mhz, benutzen. Welche technischen Vorteile das bringen soll, erschließt sich uns nicht. Wir sehen aber, daß dadurch die Kompatibilität zwischen den Steckquarzen nicht mehr gegeben ist und dadurch nur sog. “Originalquarze” in diesen Doppelsuper-Empfängern verwendet werden können. Für uns ist das kunden-unfreundlich, deshalb setzen wir nur die bewährte 10,7 Mhz Technik ein. Jede Schwingung/Frequenz in einem elektronischen Bauteil erzeugt auch sog. “harmonische Frequenzen” (mit geringerer Signalstärke), also die doppelte, die dreifache, die vierfache Frequenz usw. Bei allen eingesetzten ZF-Frequenzen müssen so gestaltet sein, daß nicht harmonische Frequenzen Störungen verursachen können. Bei 35MHz kann vor allem die 3te harmonische Frequenz zu Störungen führen. Es muß daher darauf geachtet werden, daß keine 3te harmonische Frequenz der verwendeten ZF-Frequenzen in irgend ein durch andere Funksender belegtes Band fällt, sonst ergeben sich Empfangsfelder durch sog. Nebenempfangsstellen, was zu starken Störungen des Empfangs führen kann. Um diese Frequenzen (Nebenempfangsstellen) auszurechnen, finden Sie hier eine Tabelle mit allen Funktionen “Nebenempfangsstellen” sind Frequenzen, die, vereinfacht ausgedrückt, innerhalb des Empfängers entstehen können, durch die “harmonischen Frequenzen” der Wechselquarz-Stufe. Hier muß immer darauf geachtet werden, daß auf jeder physikalisch möglichen Nebenempfangsstelle bzw. Frequenz keine anderen Funkdienste oder Sender liegen. Soweit so gut, aber: Einfaches Rechenbeispiel Doppelsuper-Empfänger: Eine Tabelle der möglichen Störfrequenzen für Einfach-Super-Empfänger” durch Rundfunksender und wie diese mit dem Autoradio ermittelt werden können finden Sie hier. Rundfunksender gab es früher, bei Einrichtung des 35Mhz Bandes, relativ wenige und diese waren meist weit auseinander. In der heutigen Zeit, wo es sehr viele Privatsender gibt, ist die die Zahl der UKW Rundfunksender immens und Störmöglichkeiten für unsere Fernsteuer-Empfänger sind latent vorhanden. Auch eine Erklärung dafür, daß manche Piloten am eigenen Flugplatz ohne Probleme fliegen können und auf einem anderen Platz plötzlich Störungen haben. Wird nun die Doppelsuper-Technik noch mit einem sog. Quarzfilter realisiert, wird der Empfänger nochmals deutlich besser, nämlich übersteuerungsfester. Das ist eine Eigenschaft, die den Empfänger im Vereinsbetrieb unempfindlicher gegen Störungen von Nachbarkanalsendern oder anderer Sender mit großer Leistung macht. In dieser Gesamtheit ergeben sich Empfangseigenschaften, die denen herkömmlicher Einfachsuper-Empfänger und vielen einfachen Doppelsuper-Empfängern weit überlegen sind. Alle ACT-Doppelsuper-Empfänger benutzen die bewährte 10,7 Mhz ZF-Technik und Quarzfilter. Die Doppelsuper-Technik ergibt also bessere Signal-Qualität und damit deutlich weniger Störungen des Empfangs. Störungen durch Rundfunksemnder sind prinzipiell ausgeschlossen. In einer Zeit, in der die “Funkumwelt” sich für unsere Fernsteuer-Empfänger deutlich verschlechert, immer mehr Störquellen senden mit hoher Energie, und die Anwendungen im Modell immer komplexer und störkritischer werden, ist die Doppelsuper-Technik mit Quarzfilter unbedingt erforderlich für Piloten, die ihre Modelle häufig auch an unbekannten Stellen fliegen lassen und für alle Modelle, die mit großem Aktionsradius betrieben werden. |
||||||