Diversity-Empfang

Was ist Diversity-Empfang ?

Erhebliche Empfangs-Verbessserung

98% aller bekannten Störungen auf 35/40MHz lassen sich durch Diversity-Technik beseitigen, der Rest durch
2-Frequenzbetrieb. Klingt provozierend? Lesen Sie einfach alles über richtigen Diversity-Empfang und über 2-Frequenzbetrieb

Hinweis:
Empfänger-Umschaltung über eine Weiche ist kein “Diversity-Empfang”. Diese Betriebsart ergibt lediglich Empfänger-Redundanz, aber keinerlei Empfangsverbesserung. Es ist immer nur ein Empfänger in Betrieb.

2 Empfänger empfangen gleichzeitig und sind über eine Datenleitung verbunden. Damit stehen zwei (2) Empfangsantennen, die räumlich getrennt verlegt werden und deshalb immer unterschiedliche Richtungen zum Sender aufweisen zur Verfügung. Eine Antenne wird dadurch immer den besseren Empfang haben (Richtwirkungen). Es sind immer beide Empfänger in Betrieb und tragen zum Empangsergebnis bei.

Über die Datenleitung tauschen die Empfänger Informationen darüber aus, welcher gerade den besseren Empfang hat. Die Daten des besser empfangenden Empfängers werden an die Servos an beiden Empfängern weitergegeben. Dadurch werden Richtwirkungen in jeder Entfernung, im Nahbereich oder am Rande der Reichweite, völlig unterdrückt und dadurch störungsfreier Betrieb in jeder Situation gewährleistet.

  • Hat eine Empfänger im Diversity-Verbund kurzzeitig oder länger kein Empfangssignal, z.B. wg. Richtwirkungen (s.u.), wird dieses fehlende Empfangssignal vom anderen Empfänger ersetzt.
  • Alle Servos beider Empfänger arbeiten ständig weiter ohne Störungen.
  • Jeder DSL-Empfänger ersetzt dem anderen Empfänger im Diversity-Verbund das komplette Empfangssignal, unabhängig von der Anzahl der Servoausgänge. So kann auch der 4-Kanal-Pico 4 DSL dem DDS-10 im Notfall das Empfangssignal ersetzen, alle 10 Servoausgänge arbeiten.
  • Durch die Verwendung zweier Empfänger innerhalb eines Empfangs-Systems ist es automatisch möglich, auf 2 Frequenzen zu empfangen.

In der Animation können Sie sehen, wie Diversity funktioniert und wirkt, Anleitung hier. Dateien “entzippen” und in einen Ordner kopieren, dann start.exe anklicken
Flash Animation Diversity 1,8MB zip

Getrennte Bauweise = Bester Empfang und flexible Anwendung
Ganz bewusst werden beim DSL-System 2 komplette, voneinander getrennte Empfänger eingesetzt. Dadurch wird das Empfangssignal 2x empfangen und 2 x komplett verarbeitet, es sind immer 2 Empfänger im Einsatz. Es entsteht der sog. Voll-Diversity-Empfang mit Rauschabstandsgewinn, im Gegensatz zur Diversity-Antennenumschaltung, bei dem lediglich ein Empfänger im Einsatz sein kann und Umschaltzeiten entstehen.

Neben den erheblich besseren Diversity-Eigenschaften ergibt sich durch die getrennte Bauweise zusätzlich die Möglichkeit, die Empfänger nahe zu den Servos zu bauen,  z.B. ein Empfänger im Rumpf, ein Empfänger im Flügel. Dadurch sind nur 4 Zuleitungen zum Flügel notwendig (Plus, Minus und 2-Datenleitungen).

So lassen sich erhebliche Mengen an Kabeln und Steckverbindungen einsparen. Außerdem lassen sich die beiden Antennen einfacher und weitab von Kabeln oder anderen Störquellen verlegen.

Diversity-Empfang, Sie wollen mehr wissen?

Damit Sie verstehen können, warum Diversity-Technik die Übertragungsqualität um das 4-8 fache erhöht und warum dadurch auch Störungen erheblich besser ausgeblendet werden, wollen wir Ihnen hier die neuen Technologien grundsätzlich erläutern.  Dabei versuchen wir das Ganze “populär” darzustellen. Das DSL-System bietet unendlich viele neue Möglichkeiten. Was wir Ihnen dabei (noch) nicht abnehmen können - lesen.

Wir wünschen Ihnen viel Spaß bei der Lektüre und hoffen, daß wir Ihnen ein eigentlich hoch technisches Thema verständlich machen konnten.

Antennen und Frequenz-Diversity
Seit Einführung der FM-Technik (Frequenz-Modulation) zur Fernsteuerung von Modellen hat sich an der prinzipiellen Übertragungstechnik nichts geändert. Auch PCM oder andere Versuche, die Übertragungsstrecke besser zu bewerten, können die grundsätzlichen Schwachpunkte nicht beseitigen. Wir senden ein (sehr) schwaches Signal vom Sender zum Empfänger im Modell und hoffen, dass unser Signal dort auch ungestört ankommt. Bei Einführung der FM-Übertragung vor ca. 30 Jahren war das ein großer Fortschritt gegenüber der vorherigen AM-Übertragung. Betrachten wir aber die aus heutiger Sicht einfachen Modelle von damals und die komplexen Modelle heute, und beziehen wir die stark veränderten Funk-Umweltbedingungen mit ein, wird klar, dass die Voraussetzungen für ungestörten Fernsteuerbetrieb sehr viel schlechter geworden sind. Der Bedarf an erheblich mehr Sicherheit in der Übertragung der Fernsteuersignale zum Modell ist immens gestiegen

Leider ist es innerhalb der bestehenden gesetzlichen Rahmenbedingungen (Spielzeug-Richtlinien) nicht möglich, eine technisch optimale Funkstrecke bi-direktional aufzubauen, deshalb gibt es als Sicherheitssteigerung nur die Antennen- und Frequenz-Diversity. Dies ist die einzige mögliche Technik, die innerhalb dieser Rahmenbedingungen einen erheblichen Fortschritt in der  Übertragungssicherheit von FM-Signalen ermöglicht. 

Ausgangsbedingungen/Geschichte
Die Hochfrequenz (HF)Modellumgebung unserer Empfangsanlage wird bei prinzipiell gleicher Technik seit der Einführung 1975 mit immer mehr Störfaktoren "belastet", also viele Servos, lange Kabel, Anlenkungsdrähte, Pumpen, Brushlessregler, Elektromotoren, Kohle-Werkstoffe, usw.

Es wird nach wie vor ein äußerst schwaches Sendesignal zum Modell(Spielzeug ?!?) gesendet, ohne Rückmeldung, ob das Signal dort ankommt und ausgewertet werden kann.

Mit diesen “schwachen Signalen” werden in Europa Modelle mit 20 Kg oder 400Km/h und mehr gesteuert.

Sieht man sich den Signalverlauf am Antenneingang eines Fernsteuerempfängers einmal genauer an, werden die Probleme offensichtlich. Das Eingangssignal ist größten Schwankungen unterworfen, ganz unabhängig von der Entfernung zum Sender. 

In der Praxis liegt in bis zu 50% der Flug-Zeit am Antenneingang praktisch kein verwertbares Signal an, je nach Anzahl der eingebauten Störquellen (Servos, Kabel, Pumpen, E-Motoren, Brushless-regler) im Modell.

Nur die "Trägheit" unserer Mechanik wie Servos oder auch Modellgewichte usw. läßt uns das nicht erkennen. Die Feldstärke am Antenneneingang schwankt selbst in der Nähe des Senders von 0-100%, das alles muß der Empfänger regeln. Bei viel Signal begrenzen, bei wenig Signal den Eingang weit aufsteuern und das Signal hoch verstärken usw.

Weit aufsteuern (hohe Empfindlichkeit) bedeutet aber auch, alles was da ist, zu empfangen und zu verstärken, also auch die Nebenstörungen wie E-Motoren usw. Das bedeutet auch, daß ein Empfänger mit großer Bodenreichweite zwar erstrebenswert ist, das alleine aber kein Kriterium für die Qualität eines Empfängers darstellt. Vor allem dann nicht, wenn im Empfänger kein Doppelsuper-Empfangsteil sitzt. (Wasserkuppeneffekt- zu Hause geht alles, auf der Waku abgestürzt).

Der Grund für die Signalauslöschungen ist die Bewegung der Modelle und die damit verbundenen Störeinflüsse durch die Modellumgebung (Richtwirkungen). Und die sind bei jedem Modell anders, jedes Modell stellt als Empfangsbedingung für den Empfänger ein Einzelstück dar.  Der Hersteller der Fernsteuerung kann darauf praktisch nicht eingehen und muß eine Technik erstellen, die eben lediglich in der Mehrzahl der Anwendungen gut funktioniert. Es wird aber immer mal eine Anordnung geben, die der Hersteller nicht sicher lösen kann, solange die Übertragungstechnik nicht weiterentwickelt wird.

In der professionellen Funktechik, da wo es auf höchste Sicherheit ankommt, gibt es heute praktisch keine Funkübertragung, die ohne Antennendiversity (2 Empfangsantennen) arbeitet, gut sichtbar z.B. an Verkehrsflugzeugen, aber auch gute drahtlose Mikrofonanlagen. Tontechniker großer Theater können ein Lied singen über die großen Probleme mit drahtlosen Mikrophonen vor Einführung der Diversity-Technik. So sind auch die besseren W-Lan-Router mit  zwei Antennen ausgestattet, obwohl sich jemand mit einem Laptop sicher nicht so schnell bewegt wie ein Flugmodell. Auch in vielen anderen professionellen Anwendungen wird Antennendiversity zur Datenübertragung eingesetzt, immer dann, wenn sich das Ziel bewegt und höchste Übertragungs-Sicherheit erforderlich ist. Diverisity Funkübertragung ist in der professionellen Funktechnik schon längst ein bewährter und erprobter Standard.

Mit der Diversity-Technik ist es möglich, alle die oben beschrieben negativen Effekte in erheblichem Maß auszublenden. Man kann den Empfänger dann meistens voll in der "Begrenzung" fahren und damit allein schon erheblich mehr Störeinflüsse unterdrücken. Vor allem aber liegt praktisch immer ein verwertbares Signal an.

Wie ergibt sich Diversity-Empfang
Das DSL-System ermöglicht Diversity-Empfang, indem zwei DSL-Empfänger über die Datenschnittstelle DSL miteinander gekoppelt werden. Sie tauschen dann automatisch Informationen über die jeweilige Empfangssituation bzw. die Servostellungen aus. Treten bei einem Empfänger momentan Störungen auf oder liegt die Antenne ungünstig, so dass es zu Aussetzern kommt, werden die Daten des Zweitempfängers zur Ausgabe an alle Servos benutzt.


Beide Empfänger sind dabei gleichberechtigt und empfangen auf gleicher Frequenz oder auf 2 unterschiedlichen Frequenzen, besitzen idealer weise jedoch eine andere Antennenführung und getrennte Stromversorgung. Da immer mind. ein Empfänger ein brauchbares Signal liefert, sind Richtwirkungen komplett unterdrückt und haben keinen Einfluss mehr auf die Steuerung der Servos.

 

Signalverlauf im Diversity-System


Die Signale vom Sender gelangen über die Antenne in das HF-Teil des /der Empfänger. Dort werden die HF-Signale komplett ausgewertet und demoduliert. Als Ergebnis steht ein bewertbares NF-Signal zur Verfügung.

Diese Signale werden in die Diversity-Rechner beider Empfänger geführt. Dort liegen die Signale vom jeweils eigenen HF-Empfangsteil eines Empfängers und die Signale vom HF-Empfangsteil des 2ten DSL-Empfängers an. Die Rechner kommunizieren ständig miteinander und entscheiden, welches der beiden Signale besser (ungestört) ist und zur Servo-Ausgabe beider Empfänger geleitet wird. 

In der Prinzipdarstellung wird die Entscheidung der Diversity-Rechner durch eine Schaltfunktion dargestellt, also entweder 100% Signal vom eigenen Empfänger oder 100% Signal vom anderen Empfänger. Der tatsächliche Vorgang ist sehr viel komplexer und geschieht “gleitend”, es kann durchaus sein, daß 80% Signal vom eigenen und 20% Signal vom anderen Empfänger benutzt und berechnet werden und dann zu der Servo-Ausgabe des jeweiligen Empfängers geleitet werden. Dies ergibt eine optimale Synchronität und Störungen sind erheblich besser ausblendbar. Die Schalter-Darstellung ist aber einfacher zu erklären, deshalb wurde dies hier so dargestellt.

Jeder Empfänger ersetzt dem anderen Empfänger im Diversity-Verbund das komplette Empfangssignal, unabhängig von der Anzahl der Servoausgänge. So kann auch der 4-Kanal-Pico 4 DSL dem DDS-10 im Notfall das Empfangssignal ersetzen, alle 10 Servoausgänge arbeiten.

 

Max. Verstärkung/Begrenzung
Schwankende Signalstärke durch Richtwirkungen hat aber einen weiteren negativen Effekt zur Folge. Darauf reagiert ein Empfänger (nicht im Diversity-Verbund) wie folgt:

Bei starkem Signal am Antenneneingang wird der Empfängereingang auf wenig Empfindlichkeit eingestellt (geringe Verstärkung, bzw. sogar Dämpfung). Bei schwachem oder gar keinem Signal wird der Empfängereingang auf volle Verstärkung aufgeregelt, das letzte an Empfindlichkeit wird herausgeholt.

Zwischen diesen beiden Zuständen spielt sich der gesamte Betrieb der Empfangsanlage ab.

Ist das Empfangsteil unter schwierigen Bedingungen auf voller Empfindlichkeit bzw. auf maximaler Verstärkung aufgeregelt (offen), um auch aus schwachem Sendersignal noch eine Servo-Information zu gewinnen, werden dabei natürlich auch alle nicht gewollten Signale, also Störungen jeder Art, mitverstärkt und ausgewertet. Im Ergebnis ist das Nutzsignal selbst in der Nähe oft nicht mehr vom Störsignal zu unterscheiden, der Empfänger hat eine Störung.

Das ist häufig nur für ganz kurze Zeit der Fall und vom Piloten vielleicht gar nicht zu bemerken, da die mechanische Trägheit der Servos und die Reaktionszeit des Piloten oft länger dauern, aber in 40-50% der Zeit lässt der Empfänger prinzipiell auch Störungen zu, weil die Verstärkung voll aufgeregelt ist.

Kommen aber dann noch im Modell eingebaute Störquellen dazu wie Pumpen, E-Motore, Zündungen usw. dann kann eine solche Störung, speziell bei PCM-Systemen, sehr lange andauern, bis hin zum Absturz, denn das Signal ist dann nicht mehr verwertbar, der Empfänger versucht durch höchste Verstärkung ein Nutzsignal zu erkennen, und verstärkt dabei natürlich auch alle anderen vorhandenen Störfaktoren, und die behalten dann die Überhand, die Störung bleibt bestehen.

Hat der Empfänger ein starkes Signal am Antennen-Eingang, wird die Verstärkung heruntergeregelt, es wird nur noch das Nutzsignal empfangen und Störungen können weitest gehend unterdrückt werden.

Dieser Effekt kann in der Praxis relativ einfach nachvollzogen werden. Im Modell eingebaute Störquellen (E-Motoren, Pumpen usw.) machen sich kaum bemerkbar, solange der Sender in der Nähe ist (starkes Signal, Empfängereingang unverstärkt), die Störung wird ausgeblendet. Entfernt man sich mit dem Sender, wird die Störquelle mit zunehmendem Abstand stärker wirken. Der Empfänger verstärkt seine Antennensignale, und damit auch die Störquellen. Deshalb ist der Reichweitentest mit allen Systemen in Betrieb immer sinnvoll.

Im Diversity Betrieb ist ein voll aufgeregelter, verstärkender Empfänger höchstens am jeweils einzelnen Empfänger der Fall, zu den Servos gelangen aber nur Signale vom Empfänger mit starkem Nutz- und unverstärkten Störsignalen. Störungen haben so kaum eine Chance und sind wirksam unterdrückt.

Dadurch ergeben sich praktisch keine Signalunterbrechungen mehr, Richtwirkungen sind beseitigt.  Der Empfänger der das Signal liefert arbeitet in der Begrenzung und dadurch mit der höchst möglichen Selektivität. Störungen, die sonst ausgerechnet in schwierigen Empfangs-Situationen wirksam werden, sind unterdrückt.

So beschreibt ein Forschungsinstitut die Vorteile von Diversity-Technik
Die Funkverbindung kann mit Diversity auch bei frequenz-spezifischen oder räumlichen Störungen oder Unterbechungen aufrechterhalten werden, indem mit zwei räumlich getrennt plazierten Antennen empfangen wird (Antennendiversity). Zusätzliche Sicherheit gegenüber Störungen auf einer Frequenz erhält man durch Frequenzdiversity, wobei mit zwei Sendern auf verschiedenen Frequenzen gesendet wird. In den dafür vorgesehenen Voll-Diversity-Empfängern werden beide Antennensignale getrennt verstärkt, gefiltert und demoduliert. Die beiden demodulierten Signale werden mit ihrer jeweiligen Signalfeldstärke bewertet (multipliziert) und anschließend summiert. Durch dieses Verfahren wird der Übergang vom einen zum anderen Kanal fließend, bei gleichzeitig erhöhtem Rauschabstand des Nutzsignals. Im Extremfall kann aus zwei stark verrauschten Antennensignalen noch ein brauchbares Nutzsignal gewonnen werden. Ein Diversity-Empfangssystem sorgt daher immer für optimalen Empfang unter schwierigsten Bedingungen.

Aus allen diesen Gründen ist Antennen-Diversity nicht nur eine deutliche Reichweitenerhöhung, sondern auch im Nahbereich erheblich sicherer.

Die Vorteile von Diversity-Betrieb sind  daher Beseitigung von Richtwirkungen und ein erheblich größerer Rauschabstand (Verhältnis Stör/Nutzsignal). 

- Mehr Sicherheit -

2-Frequenz-Betrieb
Das alles kann nun keine Gleichkanal-Störungen durch andere Piloten unterdrücken, aber die im normalen Betrieb auftretenden Übertragungsprobleme sind damit weitest gehend verhindert. Gleichkanal-Störungen können durch die Übertragung von 2 Kanälen zum Empfänger im Modell verhindert werden. Auch dafür bieten wir Möglichkeiten, nämlich die Übertragung von zwei Kanälen mit zwei Sendern, synchronisiert mit unserem T3S-System. Oder unser 2-Frequenz-Modul.                         Senden von 2 KanälenNeu !!! Senden von 2 Kanälen mit 1nem Sender

 

 

Diversity/2-Frequenz-System, Möglichkeiten in der Praxis

  1. Es wird ein Sender und zwei DSL-Empfänger mit Diversity-Kommunikation im Modell benutzt, damit werden auch zwei Empfangsantennen im Modell verlegt.
     
  2. Es werden zwei Frequenz-Kanäle zur Übertragung an das Modell benutzt, das verdoppelt die Sicherheit des Übertragungskanals. Dazu werden zwei Sender benutzt. Im Modell wird EIN DDS-Synthesizer mit Frequenz-Umschaltung verwendet.
     
  3. Es werden zwei Frequenz-Kanäle zur Übertragung an das Modell benutzt, das verdoppelt die Sicherheit des Übertragungskanals. Dazu werden zwei Sender benutzt, die räumlich etwas getrennt voneinander stehen. Die beiden Sender werden durch das T3S System miteinander synchronisiert. Beide Sender senden auf unterschiedlichen Frequenzkanälen die selben Steuersignale (synchron) vom einem Piloten. Der Back-up-Sender benötigt eine Lehrer-Funktion. Im Modell wird EIN DDS-Synthesizer mit Frequenz-Umschaltung verwendet.
     
  4. Es werden zwei Frequenz-Kanäle zur Übertragung an das Modell benutzt, das verdoppelt die Sicherheit des Übertragungskanals. Dazu werden zwei Sender benutzt, die räumlich etwas getrennt voneinander stehen. Die beiden Sender werden durch das T3S System miteinander synchronisiert, oder man verwendet das 2-Frequenz-Modul. Beide Sender senden auf unterschiedlichen Frequenzkanälen die selben Steuersignale (synchron) vom einem Piloten. Der Back-up-Sender benötigt eine Lehrer-Funktion, im Modell werden ZWEI DSL-Empfänger mit Diversity-Anschluß verwendet.

 

Empfangs-Möglichkeiten

1.) 2-Sender, 2-Frequenzen, 1 x DDS-10
Div1Rx
(Empfängerprogrammierung notwendig)
Die Steuersignale werden auf zwei Frequenz-Kanälen zum Modell übertragen. Dazu werden zwei Sender benutzt, die beide gleichzeitig eingeschaltet sind und auf unterschiedlichen Frequenz-Kanälen senden. In den Sendern müssen alle Mischfunktionen und Programmierungen identisch sein. Im Modell wird EIN DDS-Synthesizer mit Frequenz-Umschaltung verwendet. Es gibt eine Haupt- und eine Reserve-Frequenz, der Sender mit dem der Pilot steuert, benutzt die Hauptfrequenz, der Sender mit der Reserve-Frequenz wird von einem Co-Piloten gehalten. Der DDS-10 wird auf die beiden Frequenz-Kanäle der beiden Sender programmiert.

Die Umschaltung von der Haupt- auf die Reserve-Frequenz erfolgt automatisch, wenn die Hauptfrequenz am Empfänger im Modell gestört ist. Das kann eine komplette Signal-Unterbrechung sein, oder aber ein schwaches oder schlechtes Signal von der Hauptfrequenz. Dann wird vom Empfänger umgeschaltet auf die Reserve-Frequenz. Diese wird dann zur Hauptfrequenz und bleibt solange in Betrieb, bis diese gestört wird.

2.) Zwei-Sender, synchronisiert mit T3S-System, zwei Frequenzen, ein DDS-10 Empfänger
Div1Rx
mit T3S-System ( Empfängerprogrammierung notwendig)
Die Steuersignale werden auf zwei Frequenz-Kanälen zum Modell übertragen. Dazu werden zwei Sender benutzt, die beide gleichzeitig eingeschaltet sind und auf unterschiedlichen Frequenz-Kanälen senden. Im Modell wird ein DDS-10 Synthesizer mit Frequenz-Umschaltung verwendet. Die beiden Sender werden durch das T3S System miteinander synchronisiert. Damit senden beide Sender auf unterschiedlichen Frequenzkanälen immer die selben Steuersignale (synchron) vom einem Piloten. Ein Co-Pilot wird damit nicht benötigt. Der Back-up-Sender mit der Reserve-Frequenz benötigt eine Lehrer-Funktion, es gibt eine Haupt- und eine Reserve-Frequenz. Es können unterschiedliche Sender benutzt werden, die Steuerfunktionen müssen nicht identisch sein. Beide Sender müssen im PPM-Betrieb senden. Der DDS-10 wird auf die Frequenz-Kanäle der beiden Sender programmiert.

Die Umschaltung von der Haupt auf die Reserve-Frequenz erfolgt automatisch, wenn die Hauptfrequenz am Empfänger im Modell gestört ist. Das kann eine komplette Signal-Unterbrechung sein, oder aber ein schwaches oder schlechtes Signal von der Hauptfrequenz. Dann wird vom Empfänger umgeschaltet auf die Reserve-Frequenz. Diese wird dann zur Hauptfrequenz und bleibt solange in Betrieb, bis diese gestört wird.

In der Praxis kann so ein Pilot sein Modell steuern und als Sicherheit einen zweiten Sender in seiner Nähe aufstellen, z.B. auf einem Stativ. Dieser zweite Sender wird lediglich zum Senden der Zweitfrequenz benutzt, nicht zum steuern. Wenn die Hauptfrequenz gestört ist, kommt das Steuersignal über den Zweitsender zum Modell auf der Reservefrequenz. Ist die Störung beendet, wird nicht zum Hauptsender zurückgeschaltet.

3.) Zwei-Sender, synchronisiert mit T3S-System, zwei Frequenzen, zwei DDS-10-Empfänger
(Frequenz und Antennen-Diversity, keine Empfänger-Programmierung notwendig)
Beide Empfängerantennen werden separat verlegt im Modell. Beide Sender und Empfänger arbeiten auf zwei programmierbaren, unterschiedlichen Frequenzkanälen, oder sogar unterschiedlichen Frequenzbändern. Die Empfänger sind über das Synchro-Link-Kabel miteinander verbunden. Durch intelligente Kommunikation beider Empfänger wird nur das bessere der beiden Empfangssignale zu den Servoausgängen geleitet. Durch Verwendung von zwei Senderpositionen und zwei Empfangs-Antennen werden Richtwirkungen praktisch vollständig eliminiert. Da zwei Empfänger verwendet werden, stehen 20 Servoausgänge zur Verfügung.

 

Notwendig zum programmieren des 2-Frequenzbetriebs des DDS-10-Empfängers ist lediglich das serielle Interface oder das Irda-Interface.

Zum senden von 2 Frequenzen können 2 Sender mit dem T3S-System verbunden werden oder es wird das 2-Frequenz-Modul benutzt.
 

- Mehr Sicherheit -

 

Addition der Servo-Ausgänge

Die Servo-Ausgabe verteilt das so gewonnene Signal vom „besseren Empfänger“ auf jeden einzelnen Servoausgang beider Empfänger.

Die Kanäle 1-10 stehen daher jeweils 2x direkt zur Verfügung, immer von dem Empfänger mit dem besseren oder ungestörten Sendersignal.

Selbst wenn in beiden Empfängern eine andere Programmierung für die Servoausgänge vorhanden ist, bleibt diese bestehen. Die Steuersignale werden im Fall einer Störung eines Empfängers trotzdem in jedem der beiden Empfänger sinnrichtig mit allen Einstellungen und Mischern an die jeweiligen Servos gegeben.

Keine V-Kabel  - Keine Magic-Boxen  - Keine Impulsverstärker -  Weniger Kosten  - Weniger Gewicht

- Mehr Sicherheit -

Betrieb von DSL-Empfängern im Diversity-Verbund
Werden 2St.  DSL-Empfänger zu einem Diversity-Verbund über das DSL-Kabel angeschlossen, ergeben sich automatisch alle Vorteile des Diversity-Empfangs. Ohne jegliche Programmierung kommunizieren die beiden Empfänger automatisch miteinander über das DSL-Kabel.

Bei Synthesizer-DSL-Empfänger müssen beide Empfänger auf den Frequenzkanal des Sender eingestellt werden. Bei Quarz-DSL-Empfängern beide Empfänger mit dem zum Sender passenden Quarz bestücken.

Werden z.B. ein 6 Kanal und ein 10-Kanal-DSL-Empfänger gekoppelt, stehen die Servoausgänge 1-6 doppelt zur Verfügung. Durch Programmierung über PC oder Palm können diese Servoausgänge völlig frei den Funktionen im Sender zugeordnet werden.

Da im Diversity-Betrieb der Ausfall eines Empfängers u.U. an den Servos nicht bemerkt wird, empfehlen wir die Verwendung der Betriebsanzeige-LEDs oder des Infrarot-Interface.

Beim DDS-8/10 können als Betriebzustands-Anzeige für das Diversity-System die LEDs am AUX-Ausgang angeschlossen werden. Damit ist es möglich, den korrekten Betrieb jedes einzelnen Empfängers anzuzeigen.

Für alle anderen DSL-Empfänger kann der korrekte Diversity-Betrieb bei Verwendung des Infrarot-Interface kontrolliert werden. Wenn dabei beide LEDs dauernd leuchten, sind auch beide Empfänger im Betrieb und kommunizieren miteinander.

Eine Anzeige der Betriebszustände der DSL-Empfänger im Diversity-Verbund ist immer dann ratsam, wenn keine Programmier- und Auslesemöglichkeit per Palm oder PC besteht.

Reichweitentest mit Diversity-Systemen (Gleichkanalbetrieb)
Normaltests ergeben u.U. keine besonderen Unterschiede, diese werden erst richtig deutlich, wenn man praktisch eine
„Landkarte“ der Reichweite erstellt und am Rande der Reichweite um das Modell herum läuft. An den Stellen/Richtungen, wo sich mit nur einem Empfänger deutliche Einbußen ergeben, wird das Diversity System mit zwei Empfängern erheblich besser sein.