Bernd Liesch

Weltmeister in 2 Elektro-Bootsklassen, Polen 2008

Da hat einer richtig abgeräumt.........

Die 15. WELTMEISTERSCHAFT
für Motorgetriebene  Modelle der SEKTION „M”
fand vom 11. - 19. 7. 2008 in WARSCHAU, POLEN statt.

An dieser WM nahmen 12 Länder Teil, die in 17 Klassen um die Weltmeistertitel kämpften.  Bei dieser Weltmeisterschaft startete ich in drei Klassen, FSR-E21, ECO Standard und Team sowie in zwei Internationale Demo Klassen Mini ECO Standard und Expert. Mein Ziel bei dieser WM war der WM-Titel in ECO-Standard zum 3.Mal hintereinander zu gewinnen.

Was ist ECO, werden sich die Leser fragen? 

ECO:  Rennbootmodelle für Dauerrennen von 6 - 8 Minuten die in Gruppen mit bis zu 6-8 Booten ausgetragen werden. Sie sind mit einem Elektromotor, Schiffsschraubenantrieb mit einem Gesamtgewicht (mit allen Stromquellen) von mehr als 500 Gramm für die Mini Klassen und 1kg bei den größeren Klassen ausgestattet. Gefahren wird um den Dreieckskurs. Der Kurs hat die Form eines gleichschenkligen Dreiecks mit der Schenkellänge von 30 m. Die heutigen Modelle erreichen Spitzengeschwindigkeiten von 45-60 Km/h.

Gesteuert werden diese Modelle mittels einer handesüblichen Fernsteuerung. Die Empfänger müssen dabei absolut sicher sein und dürfen keinerlei Aussetzer des Empfangs haben, beim gerinsten Wackler ist der Lauf umsonst. Ich verwende je nach Klasse entweder den DSL-4 oder den DSL-8. Die Ergebnisse sprechen für sich. Die Asiaten fragen immer nach meinen Empfängern.....

Um das Finale zu erreichen, müssen 3 Vorläufe bestritten werden. Die 6-8 besten Fahrer kommen in das Finale um den Weltmeistertitel in den einzelnen Klassen auszufahren.

Am ersten Vorlauf Tag war es so windig, das mein Modell in ECO- Standard nur auf Platz 9 lag. Nach dem Unwetter, ein kleiner Tornado, besserte sich jedoch das Wetter. Im zweiten und dritten Vorlauf erreichte ich mit den meisten gefahrenen Runden als Erstplatzierter in das Finale. Auch in den anderen 4 Klassen konnte ich in die Final Läufe einziehen.

Am Final Tag hieß es bereits um 6 Uhr aufzustehen um die Akkus aufzuladen. Bereits um 8.15 Uhr startete ich in der Internationalen Klasse Mini ECO Standard und eine halbe Stunde später in Expert. In beiden Internationalen Demo Klassen konnte ich auf Platz 1 fahren.

Um 9.30 Uhr wurde der  WM-Titel in ECO Standard ausgefahren. Es war ein sonniger Samstag morgen und die Fahnen hingen nach unten, zum Glück kein Wind wie im ersten Vorlauf. Auf dem Startsteg legte ich meine Strategie fest, den Start zu gewinnen, jeden 1x zu überholen und anschließend die Geschwindigkeit zu verringern, wie in der Formel 1, um sicher ins Ziel zu kommen. Ich war am Ende überglücklich über den erfolgreichen Start-Ziel Sieg, der mir zum 3. Mal hintereinander einen WM-Titel als Lohn für die vielen Stunden Arbeit einbrachte.

Zum Vormittag zog ein Gewitter auf und unser Zeitplan wurde um 1 Stunde nach hinten verschoben. Am Nachmittag wurden die WM-Titel in FSR-E21 und ECO-Team ausgetragen. Pünktlich um 14 Uhr begann das nächste Finale auf einen FSRE- Kurs. Hier kam es auch zu einem Start Ziel Sieg für mich. Nach zwei Vize-Weltmeistertitel endlich den ersehnten WM-Titel erreicht.

Um 15 Uhr hieß es in ECO Team meinen Titel zu verteidigen. Ein Team Rennen dauert 18 Minuten und wird auf dem ECO Kurs gefahren. Das deutsche Team Karlheinz Hopf und Bernd Liesch ging als Vorlaufschnellster in das Finale. Es gelang bei diesem Rennen unsere Leistung zusteigern, es hatte am Ende jedoch nicht ausgereicht und wir wurden vom Team Czech Republic mit zwei Runden Vorsprung geschlagen.

Für mich war das die Erfolgreiste Teilnahme an einer Weltmeisterschaft, mit zwei Weltmeister und einen Vizemeister Titel, sowie die zwei erste Plätze im Internationalen Wettbewerb.

Bernd Liesch